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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
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v-s sechsten Zöuches Oap. XVII.

legen die Päbste ihre Schätze hinein ; wie dann unter andern auch fünffMillio-«en/ welche ^ixcuz V. nebenst einer Bull hinterlassen / die denjenigen von seinenNachfolgern/so dieses Geld zu einem andern Nutzen / als zur Beschützung derScadt/und zwar in der allerhöchsten Nothwendigkeit/anwenden selten / gantzlich

Verflucht undvermaledeyet/darinnen verwahret werden.

Am Tage des H.Petriwird alle Jahr auff der Engelsburg das ^ir-nclol»«ehalten: Also nennet man ein künstliches Feuerwrrck / das aus einer unzehlbarmMenge Raqeren und anderem Kunst F uer / die um gedachte beyde Thürne inschönster-Ordnung gesetzet bestehet/und m ihrer Anzündung überaus anmuthigeund helleuchtendcFigurm repiXsLneieen und vorstellen-

Zu d'estm Schloß kommt man über eine steinerne Brücke / die über die Ti-ber gerichtet/ welche von fünff Bögen unterstützet / und gleicher Gestalt die En-gcls'Brück genennet wird.

Die Brück von oben ist ein über die Massen verwundernswürdiger Bau/undmitsehr schönen von Marmor außgehauenen Bildern gezicret/ aus denen dieemendenH. Petrum und St. Paulum/die andern aber unterschiedliche Engel repr«-tcnrirm und vorstellen. Heut zu Tag findet man in Rom vier Brücken / ohneHinzusetzung derjenigen so halb eingefallen/über die Tiber gmchtet.An.-70z.den»4.ian^r.wardzuRom einstarckes Erdbeben verspüret.

livoll,lar.ltbur,eine alte Sta' t/ die vorzeiten mächtig gewesen. Hierstndeinige Palläste der CardinäleundPäbstlichkndlcpvren. DcrWcsser- Fall deSl'evcrcme ist Hiersehens würdig/durch welchen die Felsen ausgehöhlet werden-

z. 1-ir. 1'ulculum, ein lustiges Städtgen / wo viel Palläste und

Lusthäuser sind/welche die CardinäleundPäbstlichedlcjzolen erbauet haben/ diesich im Sommerofft Kicher begeben. Vorzeiten waren hicrvicl Römische Land«güter / worunter auch Qceromz lusculauum gewesen. Es ist hier ein Bi«schoffthum-

4^ p.ckcünna,der Alten lustiges , jsi die Haupt-Stadt eines be-

sondern Fürstenthums/welches Pabst IIiIZÄM VIII. ^orcn/ denen Harbermigehörig.

5. VclLrri,Iar.VelllrX , eine Stadt auffemcm Hügel/ wo derKayser^u-ßlllluz gebobren ist. Sie war hicbevor eine mächtige Sradt der Vplscier, welchedenen Römern viel zu schaffen gemachet hat-

6. Oüt2)l2r.LMa, eine Stadt an dem Meer/ hat einen ruimiren Hafenund B'scboff / ist aber wegen der ungesunden Lufft gar schlecht bewohnet. Sieist ehe dessn vondenen Türckrschen Tee Räubern gantz eingeästhert wordcn-SiehateinCastch Den Hafen haben die Päbste darum rumiren lassen/damit nichtdie Türckendaraus die Stadt Rom einsten incommocliren möchten-

lerrücino,eine Stadt mit einem verschlemmeten Hafen / hat wegen unge«sunder Lufft wenig Einwohner.

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