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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
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Von Italien oder 4Velschland.

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dieses heiligen Märtyrers ; also nennet man das geheiligt und prächtige Grab-mahl/ wormnenver Leichnam des H.Apostels verwahret liegt.

Vorwärts der Kirch n/und zwar zur rechten Seiten des letzt beschriebenenPlatzes / stehet man zugleich den Päbstlichen Pallast / U Vancanvgenannt / dieserkan wegen seines überaus schönen Baus/ rar-und kostbaren Vibliothec / vortreff-lich darinnen enthaltener Rüstkammer/ überaus herzlich angelegte Gärten/ Was-serkünste und unter schädlichen alten Statuen/ nicht genugsam gelobet und geprie-sen werden.

Von der heiligen Engels - Burg.

c.

Dieses Schloß ' das der Stadt Rom heutiges Tags einige Zuflucht undMung ist / war vor ze ten em groß unv gewaltig unförmliches Gebäu / so man ^«5-kwlcz oder 8e^ulcw um tt.icli lani gehkissen / alldieweiln in demielbigen des Römi- e/sschen KwstrsilaDiam Aschen eingeschloffen und auffbehalten worden.

Der vainahlige Baumeister hatte von aussenhcr überaus schöne Säulen 5V/5.1;.unseinc ÄZ-nge Statuen oder B-lder / die Hernachmals in unterschiedliche Oer-thcrder Stadt zerstreuet worden sind / auffgerichtet gehabt- Der Nahme 5sm. ^

AnZeio oder des H.Engels/ist ihm/nach der meisten Meynung / vom Pabst (Zrc-^welcher indem er einer allgemeinen Proceßion oder Umgang / um von demH.mmst das so lang gewünschte Ende einer erschröckltch grausamen Pest/ die diegantze Etadt verwüstet/zu erhallen / beygewohnet/ grad über diesem Gebäu einesEngels in der Lufft gewahr worden/der zum Zeichen der Nachlassung GöttlichenZorns/einen Degen in die Scheide gestecket/mitgetheilet wordenDieses gab Her-nachmals Anlaß/ daß man auff des Castels Spitze die Bildnuß eines Engels/ derin semer rechten Hand einen Degen hält/ auffgeplantzet.

Sein Umfang ist mit fünff Pasteyen / undmit noch etlich andern Aussen-«vercken gantz wohl befestigt; der gsntze Leib bestehet aus zwey dicken und überausststm/von Quattrstückm äuffgeführr und sehr hoch auff einander gesetzten Schlös-sern. Das Allerhöchste kan die gantze Stadt / und einen Theil der umherliegen-den Gegend bestreichen. Man stehet em überaus schönes Geschütz darinnen/

Mist die Burg allz- g mit einer siarcken Guarmson auff das beste verschen.

Vor diesem hm UAitackuz eine Heffuge Belägerung von denen Golhen dar»wen ausgestanden/und halten die Päbste heut zu Tag solchen Orlh / im Fall sichM Empörung in der Stadt erzeigen solte / vor ihr eintzige Errettung ; wie siekW deswegen einen heimlich verborgenen Gang aus ihrem Pallast / damit siesich in der Stille lalvirenkönten/ dahin haben richtenlassen. DasRüsthaußistM Waffen voll angefüllet/und zeigt man denen die solches besichtigen / gar das-Dsae/ mit dem Laroluz von Lourbon bekleidet gewesen / als er vor Rom in der

Belagerung umgekommen. Man behält daselbst die Staats-Gefangene/ und

(Ggg) z legen