Des sechsten Buches xvil.
dem Zwischen-Raum/der ihre beyde Wasser-Becken voneinander abson-dert/ des allerherrlichmnd prächtigsten obelUci, s» auff dem gantzen Erdbodenanzutreffen. Dieser bestehet aus e-nem eintzigen und gantz unausgearbeite-tem Stück Marbel/ das ohne Zusctzung des Fundaments oder Fußgcsieös/welches an der Lange vier Ruthen und zwey Schuh hat/ dreyzehen Ruthenund zween WercdSchuh hoch ist.
Der llrna oder Krug/ worinnen des ssulü dX/arlz Aschen enthalten gewe-sen/war vor diesem auff seinem Spitzen auffgerichtet gestanden/ heutigs Tagsist derslbige mit einem Creutz gezieret.
Der andere Platz/ dessen beyde Flüge!/ gleichwie der vorhergehende Meiner Gallerie und Säulen begliedert/ endigt sich an der grossen Treppe dieserKortrefflichen Kirchen. Zu oberst der Treppen fängt sein Portal an/ dessenBau nach der Ionischen Ordnung auffgeführet/ und vier und zwantzig Ru-then hoch ist. Über diesem Portal siehet man einen ansehnlichen Gang/ woselbsthin sich S)t. Heiligkeit alle Gründonnerstage und Ostern zu erheben/ und demüberaus vielen Volck/das auff den beyden Plätzen auff seinen Knien liegt/die LcnccliÄion undSeegen zu geben pflegt- Man wird udee oei selben einer ein-gehauenen Schrifft gewahr/ welche anzeigt/ daß das beschriebene Portal vomPabstl Paulo dem V. im 1612, Jahr aufferbauel worden seyn.
Unter denen fünffgwsscn Eingangs-Thüren/die an diesem Portal/ ist dieMittlere von gegossenem Ei tz/ überaus künstlich mit allerhand schönen Hsstonenausgearbeitet/ und zur rechten Hand diejenige/ so man la porca Sanra oder das hei»lige Thor zu nennen pflege/ alldieweiln solche n-emahln als nur im heiligenJahre(also nennet man das grosse JubebJahr/welches von T s. zu 2 5. Jahren gehaltenund cclcwiret wir -) eröffnet werden kan.
Der Abriß und Entwurss dieses Gebäues stellet uns ein Creutzvor / dessen, Länge beynahe aus hundert / der Durchschnitt oder die Breite aber aus sechs undsechzig Rutken bestehet. Mitten in diesem Durchschnitt ist ein sehr rund vonAnstund funffziq Ruthen hohes Gewölb auffgeführet / und der übrig inwendigeTheil der auch aller Orthcn gewölbet/ nicht höher denn 24. Ruthen. Der Kirchgantzer Boden ist durchgchcnds mit Marmor belegt/ und das Gewölb aller Or-then übergüldet Weikers so ist im Mittel - Punct der beyden Aestcn oder über-zwerchen Theilen des Creutzesdergrosse Altar zusehen/welcher grad mitten unterdem hohen Gewölb stehet-
Es istnichks zufinden/daß diesem kostbarlichm Altar / noch dem reich undvon Ertz künstlich ausgearbeiteten darüber stehenden Thron-Himmel / den PabsiVrbanuz VII!. auffrichten lassen/zuVergleichen wäre. Ein jeglicher Pabst wirdnach seiner Wahl zu diesem Altar / an dem Niemand anders als derselbe allein/oder derjenige/dem er völlige Vollmacht darzu gegeben / Meß lesen kan/getragen/Md vor des H. Pttti Nachfolger erkennet. Unter dem Altar ist die Bekäntniß
dieses