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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
419
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Von Italien oder Welschland.

ne Steinhanffcn eines Tempels/ der dem ^vi?Lrerrio mic dem Zunahmen (^2-mrolmo, gewidmet gewesen/ gesetzt und aussgebauet worden ist.

Die allcrberühmteste Meisterstücke/ so wohl der alten als auch der neuenKünstler/ von Bildhauer -Arbeit und Mahlereyen/sind auff,dem c^iroliotheils da-theils dorthin zerstreuet und verworffcn worden. ?Mn findet daselbstgar ein und andere Statuen die nichts sonderbar rares mehr als nur ihr über«aus hohes Aster an sich haben. Unter dieser letztem Zahl gehören auch diezwo Säulen/ von denen die eine kiilliarium und die andere Lolumna Kvttrscagenennet wird : Die erste ist von den öffentlichen Platz / koreim K .OM-INUM ge»nannt/ auff welchen sie der Käyser Augustus/ als ein gewiß beschriebens Ziel/von dem man die Meilen/ das ist/ die Reyßweite je von tausend zu tausendSchritten/ von der Stadt Rom aus biß in die andere Städte des Römi-schen Reichs/zu zehlen anfangen muste/ sitzen lassen/dahin gebracht; die an-dere aber / dem v)uMu, als Uberwmder der Carthaginenser/ und aller-ersten Römischen Bürger der ein S.c treffen gewonnen/ zu Ehren auffgerich-tet worden.

Auff beyden Seiten zu oberst wann man die Treppen hinauff gekom-men/findet man auff dem Lapirolio auch noch des L. klarü Siegs-Zeichen;mitten auff dem Platz die vortrefflich und unvergleichliche 5r-»usm des Kt-iclu zu Pferde / aus Ertz/ und einen Löwen von Marmor/ welcher ein Pferdmit seinen Zähnen hält/ das ein Ausbund eines Meisterstücks von Bildhauer-Mit/und ein W rckdes so berühmten Michael ^elo ist/ ja es sind endlichender Marbel und Ertz/ welche beyde Materien überaus künstlich ausgearbeitetund vielerley unterschiedliche Figuren vorstellen/ aller Orthen darauff zu jeder-mms Verwunderung gantz haufflg ausgelegt/ unter denen sich gar ein undandere befinden / so zur Regierung und guten Policey der Stadt dienlichensind; sintemahln man auff einer Metallinncn Taffel die Zehen Geboth Got«les eingegraben/ auff einer Marbclsteinern aber die Maasscn/ und gantz ge-naue Abtheilung derselben/ auff daß die gemeine Stadt Maaß/ als die Ehleder Werck Schuch:e. ordentlich gegeben und gehalten werden möchte/ zusehen bekommt.

Von der St. Peterö-Kirchen in Rom. ^

Vor dem grossen Portal dieser Kirchen findet man zwey öffentlich sehr^^'.Plätze. Der entfernteste davön/ welcher zugleich der aller magnificste/lttqlech M ein Ey/ einer gantz länglicht runden Figur/ dessen beyde SeitenM einer überaus prächtigen Gallerte oder bedeckten Gang/der auff vier Rw / V, /MMarmelsteinerne Säulen qesetzet/ bestehen/zugeschlossen sind. Mittenauff /v>e>em Pigtz wird man zwey überaus schöner Springbrunnen gewahr/ und in ^ A.

(Ggg): dem^^'^'