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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
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410
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410 vcs sechsten Buches Lap. XVII.

1.) ?errarz,Iac.?errana,dieHaUpt Stadt des HertzogthuNls/ andkMUftkdes Flusses Po gelegen/der gegen Morgen an der Stadt hinflüssct- Wegen ih-res sumpfichten Erdreichs hat sie eine starcke und ungesunde Lufft. Die Stadtist feste und hat ein festes Cstadell- Die Strassen sind breit und alle mit gebran-ten Steinen gepflastert- Die Stadt ist Volckreich/und mit allen Nothwendig-keiten angefüllet- Wegen der Einwohner Höffligkeit wird sie von denen Italiä-nern Lorrcte, die Höffliche genennet. Die gemeine und Privat-Häuftr sindprächtig / aber etwas niedrig erbauet- Der Arm des Flusses Po w-rd hier Pokiorro genennet. Sie hat einen Bischöfflichcn Sitz. Mitten in der Seadt istder Pailast der alten Hertzoge. mit Wasser - Graben umgeben zu sehen. Ohnediesen siehet man an dem Wasser den Diamanten-Pallast/ welcher also genennetwird/weil dessen steine wie Diamanten ausgehauen sind. An.i-zi. hatKay«ser peiäcricuzit. hier eine Ilmversuätgestisstet / welche hernach Marggraff /^lber-M5v0N perrara An-iZ9o. wieder eess.nuirtl hat.

2.) comacckio, eine Stadt in einer morastigen Gegend nach dem Asia-tischen Meere zu ward An-1708. von denen Kayserlichen occus?iret/und befesti-get/welche selbige noch itzo zum Verdruss? des Pabstes inne haben.

II- Das Bvnonlscbe (3cbiert)e/IcaI.II poloAnetestar.'I'erncorüimvononicnse,gräntzet gegen Mittag an den Berg /ss'ermmu,-, durch den sie von dem Florentini-schen geschieden wird/ gegen Abcuoan das Hertzogthum.^loäena; Gegen Mit-ternacht an das Hertzoglhum , und ktu-anäola z Gegen Morgen an dieKomaney. Die besten Städte sind:

(i.) Bonomen o" er Bologna/l u.konomz, die Haupt-Stadt der Land-schafft/Hat einen E>B»B>schöfflichen Sitz / und reiche Einwohner. Sie war be-reits im xiii.8ecu!o aissehnlich und so mächng / daß sie sich denen benachbartenFürsten hefftig widerfttzete- Sie war eine zeitlang eine freye , und

führete mit 40000. Mann krieg mit denen Venetianern. Sie hat sich auch Kay-ser peicierico II. widersetzet- Sie besässe das Land KoinzANÄ, und hatte etlichemächtige Familien/ welche endlich durch innerliche Troublen verursachten / daßsich Pabstchiliuz II. >z,n.i; i). dieser Stadt bemächtigte- Sie ist noch heute zuTage reich/groß und schön / lieget Mittagwärts unten an dem Berge/sscnnmo,allwo ein grosser Überfluß an Oel / Wein und Feigen. Zur andern Seiten hatsie weite Felder/aufcie man Weitzcn/ Gersten / Bonen und andern GeträyNg zusäen pfleget- Jnzflnchen sind neben noch viel anl ere Sachen/unterschiedene kalteund warme Bäder hier anzutreffen. Die Jtaliäner pflegen sie wegen ihres fet-ten Bodens je Fette zu nennen. Sie enthält in der Runde innerhalbder Mauren ohnae fthr fünff rausend Schritt. Die Kirchen / Klöster / und bür-gerliche Wohnungen sind ansehnlich gebauer. Man findet derprächtigen Häu-ser darinne soviel/daß sie keiner Stadt in Poropü darine weichen wird- Derohalben/als Kayftr c^oiuzV.allhjer An-»s-s-vonPabst LKmeuw vii.gekrönet wurde,

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