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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
376
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Des sechsten Buches Lax. XVII.

Nach dem Hertzsgthum Mcyland und Venedig / ist das ManluanischeGebiethe nicht der geringste Theil desselbigcn / in dem es sich so wohl in der (uz.als iV2N5paclamschm Lombardey befindet. Gegen Morgen gräntztt es an dasVeromsche Gebiethe und Hertzogthumr-LNArz; Gegen Mittag an das Fürsten«thum^loclena; Mgen Abend an das Hertzsgthum Mcyland/Hrestlamsche undv.r nischc Gebiethe; und gegen Mittemacht eben an die Lane schafften von Lre.matcia und V LicxiZ.

Dieses ftuchbarc Landlhatte sonst seine eigene Hertzoge aus dem HausecZuag Mz, von welchen der letztere Llaroluz I V. gebühren den z l ./Vizz. l 6zu An-fangs dieses 5cculi die Frantzöslsche Parthey ergriffe / und deswegen von demRömischen Kayscr solL^Ko An. - 7o«.den ;o. Pmu in die Reichs-Ächt e. liahi et/und sein Land mit Kayserlichen Völckern besetzet- .Als nun dl ser unglückstligeFürst den s.^INdarauffzuPadua mit Todt abgegangen / so hat derHerßogVmcemimvon Luztlzllaais nächster ^Anarchie Lehn zu Wien gesuchet aber nichterhalten. An .171) hat erbey dem Kayscr Larolo Vi. durch den Grastenciscum Vonclim die Lehen über dnatlalla, I.U22l,-5, Kecholo und 3abioncrr.i neh«men lassen. Inzwischen ist bißher das Hertzsthum Vchntua von denen Kayser-lichen besetzt blieben- Die vornehmsten Oerter därinne sind folgende:

I. klanma.lÄr. die Haupt'Stadt des Hertzogthums / mit einemPallast an dem Flusse ^lincic. welcher bey dieser Stadt einen ziemlichen See l'»r-muet. Die Stadt ist wohl gebauet / und starck befestiget- Die Dom- K irche3e.?erri,und Rathhauß sind werth zu sehen. Bey der Stadt ist eine feste ^irü°clelle. Sie ist des trefflichen Poeten Vil -MliiVaterland- Von denen Jtaiiä-

, nern wird sie t-adloriasz, die ruhmwürdige gcnennet. Es wollen einige/daß sievon^iamv des Heydnischen Propheten l'itcsia: Tochter/ andere aber von Ocmo

' Lianore dem Könige der'VMcorum, oer sie s^mer Mutter KI,!M0 Nahmen/

Manlua genennet / sey aufferbauet worden- Sie gehöret hiebevor zum Lom-bardischen Reiche- Nach dem Tode Sardelli / eines Burggrassen von Man-tiia/der ohngesehr im Jahr 1274. nach Christi Geburt erfolget hat bemeldeteStadt zum erstenmal)! ihre Hauptmänner/als die Lomacelüonzsso nicht mehr alsfünff und sunsstzig Jahr regieret/und An-i ? ^8.die<3or>^zz, welche letztere dieStadt biß 1707. besessen haben / da sie die Frantzofcn and e Kayserlichc einräu«men/ und der Hertzog sich im Venetianischen auffhalren müssen. Der erste Her-tzog zu Mantua war krlciericuz li. zugleich Marggraffzuklomserrzr,

vonAn.,s;»-biß i54o.seineVorfahrenwarenMarggraffen zu Mantua. Diedrey besondere Vorstädte / als Il D^c oder 1e,p<zrco?orrL??z> undIlergu cii Zr.(ZeolAw, sind durch lange Brücken über den See oder Morast an die Stadt ge-hänget. An. 1701. nahm der letztere Hertzog Laroüiz iv. Frantzösische Besa-tzung ein/ den s./^nl. darauff wurde diese Stadt von denen Kayscrlichen ver-gebens