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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
126
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Haussen aus Rußland und Pohlm einen grossen Anhang gemachet/ und denenTartarn grossen Abdruck geihan- Sie bedienttm sich der Kähnen und L-s/Kenauff denen Flüssen/ und streiffen biß vor Constantmopel. Ihre beste Nah-rung war die Räubcrey/ daher sie damahls wohl den Nahmen mögen be-kommen haben- Sie liebetm auch die F ischerey als einen Theil ihrer Nahrung/und Mlnmcnirttn sich um die Gegend wo der Dnipcr-Ttrohm/oderkoiMenezin das schwache Meer ausfiüsstt/ darinnevi leInsuln unvFelsen sind/welche dieRussen ^axxzro^ö, oder Porohy nennen/ daher sie hernach die Zaporovische Co-sacken benähmet wurden. Diese hielten es eine geraume Zeit mit denen Pohlen/wieder die Russen/ Tartarn und Türcken/ ietzo aber ist ihr Feldherr ein Vasall desCzaars von Rußland/ daher sie es auch mit denen Russen halten müssen. EinTheil dieses VolckeS setzte sich in der wüsten Gegend/ weiter gegen Morgen andem Fluss? von oder l-ma^und wurden daher DSNSLt/ ll.ar. Lol-cci laiuribenähmet/ weiche es insgemein mit denen Russen gehalten. Jeder Theil formi--ret gleischam eine kleine Republigue/ indem sie ihren eigenen Feldherrn haben/welches Befehl sie zu Kriegesmnd Friedens Zeiten rcstzeÄlren/wenn er sich ihmD. c/o«- Ordnungen gemäß auffzuführen weiß. Hiebevor hatten sie etwa eine Gegend«s?- Os- von r 8. Teutsche Meilen auff jeder Seite des Flusses Dnieper/ aber heute zuHage träget es in der Länge i oo. und in der Breite über 40. Meilen aus.

4. Ihre Religion ist die Griechische/welche die Russen haben und ihrePriesterheissm?openchasist/Anführer. IhreSprache ist eineMund'MerPohlnischen/ wie diese der Sclavonischen. Das Land der Kosacken ist an ttlvchen Orten sehr fruchtbar/ daher sie auch ihr Gtträydig nicht völlig verzahnnkönnen.

5- Die Kossacken fechten besser zu Fusse als zu Pferde/ und sind sehrge-schickt mit ihren kleinen Kähnen ein grosses Schiff anzufallen und zu berauben-Sie lieben die Freyheit/und können keine Dienstbarkeit vertragen-

§. 2.

Von denen Zaporopökischen Kosacken.

)Je Zaporopskische Rosacken/ l-ar. ^?c>k.()ViebM5,

wohnen/ wie oben erwehnet worden/in der Ukraine/um den Fluß Ni'per oder Dnieper/und haben den Nahmen von denen Insuln undFsssen gedachten Flusses ?,ax>oro?ä genannt. Diese Kosacken waren hiebevor eiazusammen gelauffenes Volck/ welches von der Cron Pohlen cl^encluete/ undderselben wieder die Tartarn und Türcken gute Dienste leistete. Weil almdas Krieges'Wesin bey ihnen sehr verwirret war/ so brachte es der König inPohlen/ 8repb»rm5 Larkori in bessere Ordnung/ gab ihnen ihren eigenen Feld-

Herrn/

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