Des sechsten Buches V.
Einwohner die geringsten am Vermögen, ^-mo 1707. den 14. Zcprembr-k. n. sind in dieser Stadt durch eineHemrs-Bruns! über > ,o5. Häuser nebstdem Kloster in die Asche gelegn worden. Sie ist mit einem höltzernen Wallumgeben.
D.e Teutsche Slsbsda/ sonst auch Novz Ilcmzlca 5Ioboä4 genannt/ist gleichsam eine Vorstadt vor Moscou / und pflegen darinne die Teutsche undalle Ausländer zu wohnen. Hierinne sind ansehnliche Häuser und PMsie/ auch reicht Einwohner. Die Evangelisch »Lutherische haben hier zwo/ unddie Reformirle eine Kirche/ und jede ihre eigene Prediger. Sie luget fünffWerst/ oder z7so. Schritte/also etwa anderthalb Stunden von dem Schloß
Xremclin. " z^nno ,712. den k. V. ist durch elne hefftige ?euttö.
Brunst ein grosser Theil dieser Stadt Moscou in die Asche geleget wor en.DieserBram übersteiget alle Brände/ welche zu unsern Zeiten hierinnegesche«km. Dm - z.^laji, z. Stunden vor Miltaa ging das F uer bey dem Arwls-kischm Thore/ oder um der Gegend zwischen der st inernel,Brücke/ undJung«frr Llosteran/ welches denn alsbald durch einen Süd West W'-ndangebla-sen / überhand nahm / daß kein löschen hclffcn wolte. Es brmntte den gantzmTag biß in die Mitternacht/ und wurde der schönste und hefte The l der die.ßiins, die grosse Gassen 1 vcrilcoi, Utircrinck-I, biß an Marien-Busch den' Weg nach Archangel/ mit denen Slaboden daselbst abgebrannt- SieTsch st"Brut ist eS vorbey gegangen; nur Jacob Joachims Hauß ist Wumstehenden ergriffen worden. Jngleichcn ist auch Xi emelin und Xicb^o.rocl verschonet worden/ als darinne JhroCzaarische Majestät vor einigen Zch-ren alle höltz rne Gebäude wegnehmen lassen. Das Ende von diesem erschröck-lichen Brande war in der Mitternacht ein grau amer Knall des Pulvers undGranaten im Gieß-Hause/ davon auch die Gläser derer dieinderThschist-Brutwohnen / erschüttert und zerbrochen worden- Den - 4- wurden über2ovoc,. Häuser gezählet/ so abgebrannt und etliche tausend Menschen/ soelen«dialich the ls gantz/ theils halb verbrannt und gebraten todt lagen. DerScha-de mit diesen zwantzig tausend Häusern wurde auf etliche Millionen geschähet.
§. s.
Von dem Schloß Xccmelina, oder (^remc!cna inMoscaU/als des Rußischen Kzaaren gewöhnliche Residentz.
v/,4»-»»«, e?>Jckes Schloß/ welches Nordwärts zu in dem Quartier x-rirzjZowc! liegt/>st mit dreyfachen Mauren umbgeben / die ein sehr weites Stück Landesv«», c/- . in sich begreiffen / und durch einen breiten Graben/ durch welchen der Flußn'.-4,. Negli'na läufft/ beschützet werden. Die Pasteyen oder Bollwercker/ so dieseMauren tragen/ seynvmit einerunzehlichenMeuge Canonen versehen.
Die
Neueröff-netciWelt-v.StaatS-Spicgel
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