Von der Türckey m Asia.
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§- 8.
Von dem Zustande der Turckcy in Asiainsgemein.
k?XIe Türcken, welche in denen sechs Asiatischen grossen Landschaffren
1 rolia, 5oiia, /Lrabiz, (ievrAia, 1'necvm.einia und Diardeclier, auchdenen beyliegenden Jnsuln aus dem ^ecliij?elzc.<z, sonderlich in Cypern undKbociiz wohnen, sind sehr wollüstig, ui.d dem Älahometanischen Gottesdienstergeben.
Die Christen gemessen zwar noch hin und wieder einige Freyheiten, da-vor sie aber grossen Tribut an den Groß-Sultan zahlen müssen.
Die Gelehrsamkeit wird bey ihnen nicht sonderlich Tst>m.wt, hcrgegenlassen sie zum Kriege mehr Asst spühren, zumahl, wenn es ihnen darin,>e glück-lich gehet. Bey ihren Krieges-^ionen sieher man mehr turleute Kühnheit,als vorsichtige Tapferkeit.
Man findet fast aller Orten in diesen Landern einen fruchtbaren Erd-b oden , welcher aber wegen Faulheit der Türcken nicht gehöriger Massen cui-rlviret wird.
Sie sind insgemein ernfthaffrig, mel-mckioüsch, ungestümm, grausam,breiten Angesichtes, Wohlgestalten Leibes, tragen aus ihrem Haupte Turbans,an dem Leibe lange Kleider, mir köstlichen Säbeln umgürtet. Sie nehmenviel Weiber, daher die grosse Menge der Mannschasst kommet, welche derGroß - Sultan zur Zeit des Krieges zusammen fuhren lasset. Die Manns-Persohnen müssen sich mitgrossen 5olenmraten beschneiden lassen, weil sie dieseZeremonie der Christlichen Tauffe gleich halten. Wenn nun von denen Chri-sten jemand so unbesonnen ist, und sich zu denen Türcken machet, so muß ervorher beschnitten werden , und sich zu dem ^lcoran bekennen, ehe er den ge-wünschten zeitlichen Vortheil gemessen kau.
Der Groß-Sultan pfleget in seinen Asiatischen ^rovintzen ordentlich15. eouvsrneui-5 zu halten, welche Beglerbegen, das ist, Herren über andereHerren genennet werden, und Bässen sind, welche denen Fürsten gleich geach-tet styn wollen. Diese haben eine gewisse Anzahl Sangiacken, welche so vielals Grafen sind, unter sich, nachdem ihr (-ouvcrncmenr groß ist. Es sindaber in Asia folgende vornehme (-ouverneur5: 1«) Der d^lerbeA von tg-i-lvliz in durste. hat 14. Sangiacken unter sich. 2.)Der LeZlcrbeZ in Lcignioder 5lVÄ5, in e-n-zm-iniz hat 7. Sangiacken unter sich. ).) Der üeAlerbeAzu Xtsrslck hat 4. Sangiacken unter sich. 4.) Der Lsßlerbeg zu 1r2s)c2unrkeinen. 5.)DerzuL2Zstar i<5. 6.) Der zu Van,i4. 7.)DerzuKlcAou!.5.
8.) Der