Druckschrift 
2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
250
Einzelbild herunterladen
 

2jv

Des vierdtön Buchs Lap. xi.

WUIMM

H>o» in

seiner

Oriente

lischen

Reise

44°

^ttre/ett/5

t'snssänt.x.slL,

5.) pergzmuz, oder Lerzzmu5, eineStadt, wo die kuinen desPalla»stes der Altalischen Könige zu sehen sind. Sie wird von denen Türcken undGriechen bewohnet.

6.) iroja» eineStadt, derenSchloß vorzeiten ikiumgeheissen hat. Siewird Neu^i'rojZ zum Unterscheid des alten l'roja. welches - -00. Jahr vorChristi Geburt soll von denen Griechen seyn zersiöhret worden, genenuer.

7.) Das Schloß d>laroIlZ oder ^nacolie. ist eine von denen Vestungen,welche die grosse varüanclleii genennet werden, weil dieses in der Land schasst deralten OarUanorum lieget. Die Breite des k4cilschOnc5 ist der Gegend ohnge-sehr von zwo N/eilen. Gegen über lieget das Schloß komeZie. Von de-nen neuern ecogr-zpbiz wird dieses Schloß unrecht ^b/clu; genennet. Dennäbyäu5 war eine Stadt in dem Lande drey Meilen weiter von deritzigen Vestung gelegen. Dieses Schloß HnsroUe lieget auf einem ebenenLande, hat eine viereckichte Mauer, deren jede Seite mit drey dicken Thür-nen auf alte Bau-Art versehen ist. Mitten ist ein viereckichter l)c>njon, odergevierdter Platz aufgeführet, wie in dem vierdten Theile dieser Welt-Beschrei-bung, auf der i-V. zu sehen. Die Graben sind mehrentheils verfallen,das Mauer-Werck baufällig, und die gantze Vestung in so schlechtem Zustan-de, daß der Ort mehr einem verfallenen Gemäuer, als einer vesten Burg abn-lich siehet. Dasjenige aber was dieses Schloß am besten bevcstigek, ist dievortreffliche ärriilerie, unter welcher viel grobes Geschütze, welches sehr weitreichet, zu finden. Hiermit nöthigen die Türcken die Schisse, welchedmchdieMeer-Enge von e-Mpoli hindurch wollen, vor dem Schlosse ^ll-roüs Anckerzuwerfen, allda sie gemeiniglich drey Tage verharren müssen, bis sie durchsu-chet worden, und das Recht wegen des Passesvon denen Kauffmanns-Waa-ren, oderdenZoll, der sich jährlichaufeine grosse Summe erstrecket, bezahlethaben. Ein jedes Christliches Schiff muß hundert Gold-Gülden geben.

8.) llmck, dlicboz oder dückc«, eine Stadt in einer angenehmen Ge-gend mit einem Hafen, aus welchem man bey gutem Winde in acht Stundennach Constantinopel siegeln kam Diese Stadt hiesse vorzeiten NWT2» undwar deswegen berühmt, weil im Jahr Christi z 25. unter dem Kayser Conkan-rino dem Grossen, und ) 87. hier ^.Loncilia gehalten worden. Es wirdvorgegeben, daß die Überbleibsel von dem Saal, in welchem sich die Bischösifeundparre;versammlet, annochzusehenwaren, ward sie vondc-nen Türcken unter ihrem Sultan vrcbancz belagert, und nachdem der Griechüfche Kayser^näronicuz iik. selbige nicht entsetzen konnte, auch erobert.

?.) ^nguri oder ^ngori, von denen Türcken LnAuni genannt, ist eineStadt welche vorzeiten üncyrs geheissen. Bey dieser Stadt ward der Pon-tische König /Mkrilisres von dem pomxcjokei. im Jahr der Welt 5 884.,^

schla-