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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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Von der Türckey in?lsia. 2 41

8.) Nsploule, eine Stadt, welche hiebevor 5icbem gehcissen, und von Ja»cobs Söhnen zerstöhret worden. Hier wohnet der Hohe»Priester der Samariter.

9.)'52M-Iri-I, ein schlechter Ort, ist hiebevor eine prachtige Stadt, Mi»die Haupl»Stadt des Königreiches Israel gewesen.

V.

Von der Stadt Jerusalem, der Haupt-Stadtdes heiligen Landes.

/L5S melden die Geschichtschreiber, und unter andern der ^otepbuz. daß Mel»^ chisedech zu den Zeiten Abrahams die Stadt Jerusalem, im Jahr der 109.6-Welt !o:z. zu bauen angefangen, und dieselbe 5->lem, das ist, Frieden, ge» nc>.nennet habe, und daß sie ohngefahr ;o. Jahr hcrilach von den Jebusitern,einem Volck, welches von Pbux. einem Sohn des Lüanzzm, entsprungen,und ^edutaicm geneilnet worden seye. ^Nachdem habe der König David sichderselben bemächtiget, und die Jebusitcr daraus vertrieben, und das u. in k.verwandelt, und sie Jerusalem, das ist, ein Gesichte des Friedens genennet.

Der erste Grund derselben ist auf den zweyen nächst gelegenen Bergen,Nahmens und geleget worden. Der König Salomon aber IMaus dem Berg Kton- einen herrlichen Pallast aussgeführet, gebauet, und denherrlichen und berühmten Tempel, weicher annoch seinen Nahmen behalt, ober schon demselben nicht mehr gleich siehet. Selbiger hat zu Erbauung seinesPallastsv.Jahr zugebracht, und achtzig tausend Mann, die Steine zuhauen,ftebentzig tausend, dieselbe wegzuführen, und drey tausend sechs hundert,so dieAusssichr über das Werck gehabt, gebraucht.

Es ist jedoch keine Stadt in der Welt, die mehr Plünderungen und Ver»anderungen ausgestanden hat. Ihr gröstes Elend aber hat sich im 70. Jahrenach Christi Geburt begeben, indem inux Vechzllznuz, der Römer Feldherr,dieselbe mir Gewalt der Waffen, und durch grausamen Hunaer, welcher sogroß gewesen, daß eine Mutter ihr eigen Kino geschlachtet, und gegessen, be»zwungen, und in die Asche geleget.

Im izo. Jahr hat Kayser dieselbe wieder auffbauen lassen,

und den Berg wieder mit Mauren umgeben, welcher noch aus den

heutigen Tag in dem Begriff der Stadt lieget. Dieser heilige Berg, den derTod unsers Heylandes so berühmt gemacht hat, ist nicht sonderlich hoch, undnur ein Abhang des Berges e/on, davon er ein Arm ist, und also mit demBerg 5ivn nicht vermichet werden muß. Anno ;26.harKayserLonN<incinu5der Grosse, und die heilige tgele^z. die Götzenbilder daselbst zerstöhren , undden heydnischen Gottesdienst, welchen der Kay'er allda eingeführet

gehabt, abgeschafft, so, daß die Christliche Religion durch etliche Kirchen, diesie erbauen lassen, in grosses Auffnehmen kommen ist. AufdemBerg e-Uva«-Anderer Theil. H h wurden