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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
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Von der Türckey in Asia.

hundert und fünffund zwantzig Schritte, oder sechs hundert fünff und zwantzigSchuhe, und dessen Di -merer. oder Durchschnitt ohngefehr 2OO. Schuhe insich. Die Spitze des achten, oder letzten Thurns endigte sich mit einem schö-neu Tempel, welcher dem Lews geheiliget war. Sein Bildnüß , wieauch anderer Abgötter ihres, war von Gold, so wohl als die vornehmsten Ge-fäß, so man zu den Opffern brauchte; und weil die Chaldaer, oder Babylo-nier, jederzeit den Ruhm gehabt, daß sie grosse Liebhaber im Sternkunst seyen,so gebrauchten sie diesen prachtigen Thurnan statt einer schönen OlzlervMon.den Lauff der Sternen zu beobachten.

Das andere Königliche Hauß, welches in dem Occiüenc -ilischen Theilder Stadt stunde, und welches die Burg der Zemirsmix genennet wurde, warnoch viel ansehnlicher, und hatte eine dreyfache Mauer, worunter die erste inihrem Begriff -5oo.5rzüi» einnähme. Der 2te Umfang hatte eine Mauer vongebackenen Steinen, allwo unterschiedliche Thürne in ihrer natürlichen Grösseund Farbe abgebildet gewesen sind. Ihre Lange erstreckete sich auf 40.5czüis.die Breite auf und die Höhe aus 50. Schritte, wobey auch Thürne, so70. Schuhe hoch, zu sehen waren. Der dritte Unffang, in welchem die Burgwar, hatte imUmkrayß 5t--üiz, und war höher und breiter, als die zweyteMauer, darinnen zur Zierde unterschiedliche Jagden vorgestellet, und derenBildnüssen über 4. Elenbogen hoch waren. Unter andern waren daselbst dieKönigin 5emi,-zmi5 auf einem schönen Pferd sitzend zu sehen, welche ein Par-therchier mit einem Pfeil durchschoß; ihr Gemahl dlmux aber, brachte einenLöwen mit einem Wurffspieß um. Diese drey unterschiedliche Umfange wa-ren mit dreyen Pforten von Ertz verschlossen.

Der Zemirzmix Garten, so nächst an dieser Burg gestanden, sind jeder-B für ein ausbündiges Kunststück gehalten worden , und haben die Alten mitcbe^.grosser Verwunderung davon geredet, von denen wir eine Abbildung, so wie ^»,4sie ein gelehrter Mann unserer Zeit in Kupffer hat stechen lassen , anhero -oo.setzen, bey welcher man sich ihre Gestalt besser wird einbilden können, als wannwir eine weitlaufftige Beschreibung, womit wir uns nur lange auffhaltenwürden, davon machen. Nur dieses ist dabey anzumerckcn, daß diese Gar-ten auf einem gewölbten Haussen Erden, unter welchem man spatzieren gehenkönnen, gemacht gewesen; weßwegen sie von den Alten bicn-ri penülex, das ist,in der Lufft Hangende Garten, genennet worden sind. Sie waren an demEuphrat gelegen, und viereckicht, auf jeder Seiten 1 oo. schuhe lang. DieseErdhauffen sind also eingetheilet gewesen, daß einer von dem andern nicht weitgestanden; dergestalt, daß der erste nur 12. Elenbogen, und einen halben, derZweyte -c>. der dritteund einen halben, und der vierdte 50. von der Er-den erhöhet gewesen ist. Sie waren von gebackenen Steinen gemacht, unddas Gewölb mit grossen Steinen, 1/. Schub lang, und 4. breit, bedecket.Anderer Theil. Ff darü-