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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
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184
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184 Des vierdtsn Buchs c^p. IX.

T^pernier welche das Wasser von dem Flusse 5 .n^iereu dahin leiten , sehr vermehret. An/.?-.;. denen Seiten gegen Mittag, beginnet diese Ebene zu einem sehr hohen Gebvrge,c.4,^e welches aufdas Höchstezehen Meilen von der Stadt abgelegen ist, zu werden.

Die Vorstädte, und die Stadr zusammeii, haben einen so weiten B»griff, alsi'-ri!. die Anzahl der Einwohner aber ist wcitgeringer, undhabendieser Stadt Hauser nur ein, oder zum höchsten zweyStoclwercke, welche nurvon Ziegelsten.en , so an der Sonne gedörret werden , gebauet sind. ZhreDacher sind mehrentheils nur von Erde gemachet, und ist das Vordertheil, soaus die Gassen hinaus gehet, sehr schlecht gebauet. ^ Die Gemacher sind möge»mein sehr nett. Was des FrauemZimmers Gemacher anbelanget, so könnendie Ausländer davon nichts gewisses sagen, weil ihnen der Zugang dahin sehrscharffverbothen ist. Ein jedes vornehmes Hausi hat seinen Garten, darinnenaber itziger Zeit die grosse Menge Maßholder-Baume, wodurch die Stadt vonweitem für einen Wald istangesehen worden, nicht mehr gestatter wird.

Die G^sen daselbst sind enge, krumin und sehr dunckcl, weil sie mehre»theils aus jeder Seiten Gcwölber haben, darunter man bedeckt gehen kan. Siesind auch nicht gepflastert, daherkommet es, daß einem im Winter der Koch,und im Sommer der Staub sehr beschwerlich ist.

Es gibt allda viele ^c-tquecn, L.12^5, das ist, Marckt» Platze, undOrvAnwi -ülz. welches letztere Herbergen sür die Reisende sind. Es sind auchdaselbst zween ^rmciclsn5, das ist, zween öffentliche Platze zu sehen, wovon dereineder alte, und Verändere der neuegenennet wird, vonwelchemletztern wir im folgendem §. reden wollen.

Die Srad»Mauren sind nur von Erden gemachet, und haben schlechteThürne, welche an vielen Orten verfallen, und zum Theil die Graben ausfüllen.Dieser gantze Umfang hat zehen Thürne, so mit eisernem Bleche beschlagen sind.

Aii der Seiten gegen Mittag ist die Vestung Mssaban an die Stadt»Mauren gebauet, und viereckig! lang, hat aber keine andere Streicl >Wehren,als etliche alte Thürne, und Rundelen. Daselbst wird des Königes Schatz,mit allen priemen, die er von denen Auslandern oder Statthaltern seinerProvintzen bekommet, verwahret.

Die Vorstädte zu t5tp-ban oder itss-ck^n sind weitläufftig, und werdenAl^barli geheigen. Die vornehmste oder Lbiulfz, istder Wlohn»Platzvieier Armenischen Christen, welche ihren Dai ugs oder(^r>uvei neu> haben, undeinen Tribut von -.c-o. vm-iw geben müssen. Die Hauser darinnen sinda»sehnlich. An der andern Seiten des Flusses ist die Vorstadt ^sbrila»

b--k oder , welche voll Menschen flecket. Die dritte Vorstadt beisi

set «iltcnsbacb. wo die Gregorianische Christen wohnen genennet. Dievicrdte Vorstadt ist Xebrzbzrsswo eine Art Persianische Heyden wohnen,so nichtbe chnitleii sind,lc-bber genennet; sind gantz anders gekleidet und geschoren, tra»genlangeHaare und Butte, §. 4.