Von denen Insultt um Gst-Indiett. 147
Ächel gehet. Andere tragen kleine wei'sse, gelbe oder rothe L-n^ue«. sojh»i'ien bis ait die Knirschen, welche sie mit einem Gürtel zusammen binde». DieWeiber so wohl als die Manner, sind stets in» Wasser, und können wie die Fi-sche schwimmen. Sie baden sich des Tages über fast alle Stunden, beydesam- Lust, und der Reinlichkeit halber. Wenn sie kranck sind, bedienen sie sichnur gewisser Krauter, und pflegen sonst weder Artzeney-Mittel, noch Aderlaßzu gebrauchen. Sie leben vom Reiß, den sie an statt des Brodtes essen. IhrKranck wird abermahls voll Reiß gemachet, welchen sie solchergestalt zuzurich-ten wissen, daß er so truncken als der Wein in Europa machet.
Es wachset in diesen Insuln weder Wein noch Korn, noch Oel, nochsonst etwas von Europaischen Fruchten, ausgenommen Pomerantzen. Manfindet auch daselbst keine Silber-Gruben, und ist das wenige, so man allda sie-het, von Mexico gebracht worden. In der Jnsul ktznille, und der GegendLuruan oder tttintl-mao. sind etliche Gold-Adern zu finden. Hingegen habenfie die Menge Wachs und Honig in ihren Bergen, und sehr viel Palm-Bau-me, worinnen ihrgrossester Reichthum bestehet. Seit dem die Spanier sichdaselbst haußlich niedergelassen, haben sie viele Zucker-Mühlen dahin gebauet,wodurch denn derselbe so guten Kauffs worden , daßman sünff und zwantzigPfund, jedes zu sechzchen Untzen , um zwantzig Stüber haben kau.
Ihre TVaffen sind eine Laiche , Pfeile , Lampiisn , oder ein gu-ter breiter Degen, ein Lri; oder Dolchen, oder^zrbzrsne!, oderBlaß-Rohre, mit denen sie kleine vergisstete Pfeile wegblasen. Von denenSpamern haben die Einwohner der Philippinischen Insuln gelernet,mit Feuer-Rohren umzugehen, deren sie auch, insonderheit die, welche unter denen Spani-schen Völckern dienen,sehr wohl gebrauchen können. Es sind aber die Einwoh-ner dieserInsuln von Natur verzagte Memmen, und vielmehr tüchtig ihren Fein-den in einem Hinterhalt auffzupassen, als denenselben in einer geschlossenen Ord-nung unter Augen zugehen.
Die Religion dcrerjemgen,die nochHeyden sind, ist aufeineungeschrie-bene Lehre, und auf einen Gebrauch, den der Teufel eingeführet, gegründet,welcher vormahls durch den Mund ihrer Pfaffen und Götzen mit ihnen geredet.
Die Spanier, welche dieft Insuln bewohnen, haben einen Ertz-BischoffzumHerrn, welcher zu d^mllz seine Hosshaltung, und drey tausend Ducate»Einkommens hat.
Diese meiste Insuln gehören zu der Cron Spanien. Der KöniglicheStadthalter, welcher daselbst zu befehlen hat, wohnet zu dttanills. Er istdrsli^enr in der buchen?, undals^cnersbLajzirsin, und hat die AempterzuKrieges-undFriedens-Zeiten zu vergeben.
Die vornehnsske philippimstHeInjulnsind:
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