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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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1,4 Dee Vl'erdtm Zöuchs dzs,. vn.

(IX.) Das Königreich 7anor. hat seinen eigenen König. DieHmwt.Stadt ist ^anor. Die Einwohner sind Heyden, es befinden sich aber auckviele Christen darinne. ^

(X.) Trangebar oder l'rznczuckar, eine Stadt, mit einem Hafen und !dirsäelle, gehöret dem Konige von Danemarck, welcher zum Vortheil seinerKauffleute eine gute Besatzung hicrinne halt. Seit An. >7°5. habend.Dänische l^ilNonsni Ziegcnbalg, Plntscho, Gründler und Böving der tZe»gend eine Evangelisch »Lutherische Kirche ausser der Stadt bey einem Dorffeoder gebauet, Jerusalem genannt, dabey sie auch einige Wohn »Häustrund Schule haben, worinne von der Zeit an viele Heyden zu der Evangeli'ch.Lutherischen Religion auf Kl»lzb,,r bekehret worden. In der Stadt"7-^- /<jucbzr wohnen Heyden und Christen. /

vii. Das Königreich ist nicht weitlaufftig, und hat seinen '

eigenen König, welcher dem Groß» l^oZol zinßbar ist. öüldc)lz nennet dieses ,Land 7ulamar. Es wird durch den Fluß c^ncerocora, den es gegen Mit» Itag hat, von Malabar, und durch den Fluß Mg-, den es gegen Nordenhat, von dem Königreiche Luncan abgesondert. Gegen Morgen scheiden esdie Gcbürge von dem eigendlichen und gegen Abend ist das Jndia» >

Nische Vleer. Es begreiffet dieses Land die Königreiche cwor, und Lzricukan der Küste in sich, und weiter hinein auf dem vesten Lande, kc>scopz,sobiß an die Gebürge von Larc reichet. Es erstrecket sich auf so. Meilen nachder mittelländischen Seite von Los. und hat einen grossen Überfluß an Reiß,welcher weit und breit verführet wird. Die Einwohner sind gute Soldaten,und wissen wohl zu mimren. Sie haben mit denen Malabarn fast immerfortKriege. Ihre Gebrauche kommen mit denen Gebrauchen des grossen ^°liüberein. Ihre grosse Festläge begehen sie auf eine wunderliche Art. Siefuhren ihren Götzen auf einem mit Blumen geziereten Wagen herum. DieRader an solchem Wagen haben grosse Hacken, welche an die Speichen ge»machet find,worauff diejenigen, welche einen sonderbaren Andachts»Eifer st»hen lassen wollen, sich legen, und also mit dem Rade herum drehen. Anderelegen sich auf die Erde, um von dem Wagen todt gefahren zu werden; durchwelche Art des Todes, da sie vor ihrer Götzen Ehre sterben, sie, ihrer narri»schen Meinung nach, hoffen unsterblich zu werden. Die Art, welche sie beyAbstraffung der Ubelthäter haben, ist auch gar sonderbar. Denn man pfle»get denen Ubelthätern Hände und Füsse zu binden, sie nackend auszuziehen,und also an die Sonnen»Hitze zu legen, daß selbige hierdurch, wenn sie vondenen Fliegen gestochen werden, eines langsamen und schmertzlichen TodeSsterben mögen. Anno 1714. geriethe der König von dan-ira mit dem vice-ko? von <7oz in einen blutigen Krieg, in welchem die Portugiesen einigeStädte eroberten, und über fünff Millionen l^otlez, oder zehen Millionen