Druckschrift 
2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen
 

i;» Des Vierdten Buchs c->p. vii.

gehörete die gantze Küste nur einem Könige, welchen man den Kayser vonb-r nennete, heute zu Tage aber sind unterschiedliche Könige und Fürsten darin»ne, auch haben die Holländer etliche Städte darinne, auch die Dänen daselbstihre Lvlonie. Denen Frembden wird nicht erlaubet durch die Königreiche die»ser Küsten zu reisen, wenn ste nicht einige dleberz oder Edelleute zur Begleitumbey sich haben. Pfeffer und Zimmet werden in diesen Landen überflussig gesunden.Die Einwohner sind entweder Götzen -> Diener, oder Ma hometancr, zum Theilschwartz, zum Theil aber braun, und bemühen steh die Königliche Dänische Ew,n»gelischGutherische ^lillionarii bey l'ranZued-ir sehr,die blinden Leute zum wahrenChristenthum zu führen,und zu bekehren. Lonfe,-. b. vi. wo dich

ictislionzrii benähmet worden.DieWeiber u. Männer gehen mehrentheils bloß,haben aber ihre Schaam mit einem Stück Cattun bedecket. Die reichsten lcizi!labarcr wohnen an denen See»Kusten herum,wo dieFiüsse sich insMeer ergiesse».Ihre Dörffer oder Oertcr, worinne sie wohnen,werden oder Märcltege»nennet. Die ^lalzbarcr sind nach ihren Zünfften unterschieden. Die erste Zulifftist der Fürsten ; die andere der dst-imbourieroder HohcmPriestcr, welche sichofftmitPrincessinnen vermählen ; die dritte der die vicrdte derdla-

üer! oder Edelleute.. Die ^i v-5 bauen das Land, und dürffen die Waffen, Bo»gen, Pfeile und Säbel führen. Die xioncona; oder Fischer wohnen an demSeoKüsten, und leben von der Fischerey, und werden nicht zuSoldawnge» inommen. Die Lberez oder Hand» Wercks» Leute und Künstler machen auch Ieine Zunsst. Die I?ouli.ir5 sind die Geringsten, und wohnen in schlechten Hut» ^tenvon PalnwZweigen, daher sie sehr verächtlich gehalten werden, zumahl weilsie verändern lcislsbzrer vergrabenes Geld auffsuchen,und davon leben. Wennein pouliar einem dstzmbour, örsmen, oder tgcücr, begegnet, undnichtausdemWegegehet, so hat dieser das Recht selbigen mit Gewalt wegzutreiben,und wenn er nicht an einem vrivileMen Orte ist, zu todten, :c. Die vornehmsten lLänder sind:

(i.) Hngamslz, eine Landschafft, welche hiebevor ein Königreich gewesen.Die Haupt»Stadtist^ng-,mslz, wo die Portugiesen im vorigen 5ecu !oeinenBischoffgehabt, welchen aber Pabst l^uluz v. Xn. 1609. nach Osn^-mor oderLcrra cle'dbom^ Versetzethat.

(II.) Läl.ILIII'. ein Königreich , lar. Kegnnm dolecurium genannt,welches seinen eigenen König hat, welcher sich offt bemühet Kayser von gantz

^Al-ibai-zu werden. Die Einwohner nennen ihn 5ZM01 in oder l^ü morin, dasist, einen Käyser und Gott der Erden. Das Land hat viele Jubelen und einegrosse Menge Pfeffer, deßwegen die Holländer eine starcke Handlung der Ec»gend treiben. Die Engelländer haben auch ihre Verkehrungen, und haben zuLalecur einige Häuser. Der 8zmc>rin will denen Portugiesen nicht trauen,weilsie im X VI. 3scu!o viele Unruhe in diesem Reiche verursachet haben. Die Haupt»

Stadt