"2 Des vmdtm Vuchs c^ap. vn.
Zs. Oelly. eine Landschafft, wo die Haupt»Stadt vell^ ist, alidaderGroß o^loAol vorzeiten restäiret hat. Sie Heisset itzo ^ckanzb-g oder <6ebz>,.>riz3cj, und haben darinne Lba-Leb-in , und /turcnA-^ed Hofgehalten, wei^die Hitze zu Agra im Sommer sehr groß ist.
)<5. Loiiallzr oder Lualiar, worinne die Stadt (Zouzlizr lieget, in webeher des Käysers von inclostzn oder Groß» Schatz»Kammer ist.
Die Landschafft Agra, worinne dieHaupt»Stadt des gawtzcn Käyserthums lieget, wie auch die Städte : Leru?
Lbirpour, IZziAZnc, Ebalour, Vera^our, tvlucla, I^zclcins, Iginääm, LznolzzIZiana, und 5canclerbaclz, L^c.
Die Stadt welche auf der xdin, zu sehen ist, lieget in
4einem dürren und händigten Boden, daher kommet es, daß die Hitze daselbst
unerträglich ist, weßwegen der verstorbene und hernach
tie l'enF.^cb sich dafür zu verwahren , die keiiäentz zu Agra verlassen, und die»selbige in die Stadt . oder , sonst vel/ genannt,
j>. 66. versetzet haben, weil die Lufft daselbst etwas gemäßigter ist.
Der Fluß Lemini oder Lemine stiesset von Qnenr. nächst bey dem Schlösse^opi»c. durch die Stadt. Gegen Mitternacht ist ein weites ebenes Feld,welches w«». gen eines grossen Lz-srs, lustiger Garten , und prächtiger Graber sehr wohlzu sehen ist. Mitten durch gehet ein Weg, welcher von Agra nach v-chführet. Dieser Weg hat über 4". Meilen in die Lange, und ist der Boden/>. i - o. mit einer Richt» Schnur gantz überzogen, und alle Hhäler sind ansgeMet,auch die Berge gantz gleich und eben gemachct. Auch ist er mit vier RachenBäumen besetzet, welche von kleinen Bächlein, die man daher geleitet,bezeuch»tet werden, der Dürre des Grundes und Bodens zu wehren.
Die meisten Gassen sind enge, und geben schlangen weise, insonderheitdie, welche nach dem Schlosse zu gehen. Die Häuser der vornehmsten Leutesind prächtig gebauet, jedoch haben dieselbe rächt mehr als ein, oder zum hoch«sien zwey Stockwerck,und sind mit sehr hohen Mauren umgeben, ihren Wa«bern dadurch das Aussehen zu benehmen. Des gemeinen Volckes Hauser sind,wie überall, sehr schlecht erbauet.
Es sind daselbst fünff öffentliche Bad»Stuben, fünfftewlchi-en, sthr vielprächtige Gräber, und drey L^-,r<d!,oder grosse Marckt»Plätze, worunter detschönste l'alzmacsn genennet wird, zu sehen. Dieser ist derjenige, welcher vondenen Ausländern am meisten besichtiget wird , und dahin die Kauffleute derStadt am wenigsten kommen. Nach diesem ist die prächtigste Klohuc-der grossen Stadt, welche wie bey uns eine Dom »Kirche, aus Angeben deskivxok cbzgean, zu einem Begräbniß seiner Gemahlin ist erbauet worden,zu sehen, an^welcher über zwey und zwantzig tausend Menschen gantzcr 2-»>Jahr lang gearbeitet haben.