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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
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Des vl'erdten Nucds Ozp. m.

cherley , daß der ^uQoi- derHolländischen Gesandschafft nach China im Jahr1655.saget, daßes unmöglich sey, solches alles zu beschreiben, unddaßindie»sem Pallast das schönste und rareste von gantz China, oder alles, was dieAusländer seltzames und köstliches hinein führen, anzutreffen sey , dergestalt,daß daselbst eine Versammlung alles dessen, was die berühmteste N-icionen so»derbares und vortreffliches haben, zu finden, än. 1660. geschahe hierinne durcheinen Brand über drey Millionen Schaden.

Herr E. Vsbrand Ades, welcher ^n. 1692. den 14. lVs.irrü als Russi»scher Abgesandter mit einem ansehnlichen Gefolge von 90. Personen durch diegrosse Tartarey nach China gereiset, und den i.dlovembr, ^n.iSyz.zupelcwFseinen Einzug gehalten , berichtet in seiner Reise »Beschreibung dieses : DerPallast wäre ein viereckichtes Gebäude, zweymahl so lang als breir, von Mauer»Steinen auffgeführet, und dasDach mit gelben verglasurten Zicglen bedecket,darauf Löwen, Drachen und andere teuren abgebilder stunden. Die HöhedesPallastesbis unterdas Dach schätzet er aufacht Klafftern. Von demvor»uehmsten ^uüien^-Saal in diesem Pallast mercket er dieses an NachdemSaal zu in die Höhe gieng man aufeiner Treppen hinauf, und der andere Theiloder Eingang war ein Platz mit Fenstern umgeben, aber ohne Glaß mit Papierzugekleibet. An beyden Enden des Saales waren 2. Thüren,und über denensel-den ein aufCronen» Art starck vergöldetes höltzernes Schnitz»Werck- In die»sem Saal war kein Boden oder Gewölbe, sondern bis unter das Dachwaral»tes offen, welches mitOelfarbe schön gemahlet und mit vergöldeter Lack»Arbeitgezieret war. In dem Saal stunden auch zwölffgrosse sehr schön vergoldete undgemahlete Pfeiler. Die Länge des Saales erstreckte sich ohngefehrauf zo.unddie Breite auf 10. Klafftern. Der Fuß»Boden war nach der Tartarischen Artmit Filtz bedecket, und mit Laub»Werck und Figuren gezierct. Der Thronstund gegen dem sördersten Eingang übergegen Morgen, an derHii?rer»Mauer,und war so viel, als ich mutbmassen konte, drey Klafftern breit und auchohngc»sehr so lang. Vorwärts konte man an zweyen besondern Orten hinalffgchcn,in dem an demselben zu beyden Seiten Treppen mit sechs Stuffengemachct, undmit Laub»Werck gezieret waren. Die Lehnen waren von gegossenen! Laub»Werck, starck vergoldet. An der rechten und lincken Seitesahe man auch nochbesondere Lehnen, so von einer sonderbaren l^rene gegossen waren, welche,weil sie starck vergöldet, von einigen vor pur Gold, von andern abervor über»göldetes Silber gehalten wurden. Auf diesem erhobenen Orte nun in der Mit»ten stehet ein Thron, wie ein Altar, welcher mit zweyen halben Thüren geöffnetwird, und befindet sich in demselbigen ein Sitz vor den Kayser, welcher mitschwartzen Zobeln überzogen, und einer Ellen hoch ist, daraufder Käysermituntergeschlagenen Beinen saß. Obaedachter Gesandte kam 1695. deni.^rmsru wieder aus China in die Stadt Moscau zurücke, nachdem er mit

der