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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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Des vi'erdttn Buchs 11.

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Lobila ward I'cmur. ein Sohn Lbingix und jenes Enckel,König der gantzcn 0l i>encallschen Tartarcy, dem alle andere Lkzn5 gehorsamen müssen, wiemXzcaybereits erinnert worden ist. Nach seinem Tode ist in der Tartarey alles inVerwirrung gerathen, biß der beruffene Hirren-Sohn von

An. i;?o. biß >404. das Tartarische Reich wieder auffgerichlet, und entsetz»lich gemachet hat, welches aber nach seinem Absterben wieder zerrissen wo»den ist, daher man keine richtige Ordnung der Tartarifchen Könige ha»den kan.

z. Im Jahr »6l6. und 1618. fiel der Tartarische Konig Hen-btimmit grosser Macht in LKwa ein, behielte An. 16, ?. wieder die Sinesen dasFeld, und limUrte sich darauf einen Kayser von LKina, Er ward aber he»nach von dem Chinesischen Kayser Ni-dum zurück geschlagen, und starb An.,62 s. Anno 1644. fiel der Tarrar Chan dum-i's m ekm, ein, darüber derKayser »o^-dum m CKin- sehr besturtzet wurde, weil er wegen der vielenRebellen im Lande nicht im Stande war denen Feinden entgegen zu gehen,oder ihnen eine Furcht einzujagen. Es wolte sich auch dieser Konig der Ta»tarn, nicht wie sein Vorfahr ^ien- (?um, der An. 16; f. gestorben, mit einemFrieden abweisen lassen, sondern ein vor allemahl Kayser in cllinz seyn. Erstarb aber An. - 644. und der gedachte Kayser von climz erhenckte sich selbstan einem Baum, daß also des Königes der Tartarn Lum-7'- Sohn,Xun-dlli oder Xunclvuz, ein Printz von 6. Jahren, An. 1645. den KayserlichenThron besteigen musie, welchen sein Vormund ä gar sorgfaltig

aufferzogen, und nicht wenig zu Erhaltung einer so conllllcral,?en Lon^uecebeygetragen hat. Er starb An. -66z.. im 24. Jahre seines Alters. ZbmluccecZirte sein 8. jahriger Sohn dttäkt-»! oder Lükt-Nl. gebohren An.,6;6. welcher noch itzo Kayser in Lbina und in der Oricmslischen Tartarcyist. Dieser Herr besah« An.1682. sein Vaterland, die Oi-nr-lische Tarta»rey zum erstenmahl, nachdem in China alles in solche Ruhe gebracht worden,daß er nichts feindseliges mehr zu besorgen. Er führete damahls bey 70000.außerlesene Soldaten mit sich, und wurde von seiner pzmille und allen Vo»nehmen des Landes begleitet. Das folgende Jahr 168 z. reisete er nicht nurdurch die vriemzlische Tartarcy, sondern kam auch in die 0cc>llcm-l>scheTartarey , da sich denn mehr als viertzig kleine Königreiche über die Her»lichkeit und Güte dieses grossen Monarchen verwunderten, und sich nicht an-ders als vollen auffführeten. Er liebet die Tartarische Sprache mehr alsdie Sinesische, weil selbige leichter als diese ist, und daher hat er sich die Ma-thematische Wissenschafften in der Tartarifchen Sprache beybringen lassen.

4. Weil nun der m-rci-lljchr Kayser Xun. cbi das Kayserthum cbm»An. 1645. völlig erobert hat, so setzen wir sein Bildniß hieher, welches wiraus dem gedruckten Buche, so der öerlraacl zu Pariß hat stechen lassen,

genom-