Des vierdten Buchs <5ap. 17.
soll der fürtreffliche ^ecllcu; >vviLLdldl^ gebohren seyn, welcher zugleich einkluger Staats»Mann gewesen.
Lzm-m. z. Lzllzsckiam, sind Städte.
(vii.) Gegen Norden zu wohnen viele Kalmücken in ihren Gezelten»der Hütten, in etlichen Horden oder Versammlungen. Die vornehmsteHorde ist Xzsi>2ier Horlls. ^ Die Stadt Ilclcen ist die keligcntz ihres Kö»niges oder Chan, der ^rzprzn ckan genennet wird.
xv. Das Röm'grelch Grosi-Tlbet, lar. l'iöL'l' ist ein weit»
läusstiges Land, welches auf denen Land - Charten von denen LhaicoZrz^hisnoch niemahls accurar vorgestellet worden ist. Es lieget zwischen klein 1°wer.Dzhcclc oder ^agzchzx und lanZur, und ist durchgehends mir vielen Bergenangefüllet. Es sind darinne unterschiedene Landschaffren, davon etliche denTitul eines Königreiches führen. Die Tibetaner oder Einwohner des Landessind theils Götzendiener, theils haben sie eine Religion , wie die Mahometa»ner, welchen Nahmen sie aber niemahls leiden können. Ihre Priester heissen1.ZMZ5, welche das Wasser mit grossen Ceremonien bey Verlesung gewisserGebethe weyhen. Dieses Wasser vermischen sie mit Golde, Corallen undReiß, und sprengen etwas davon in ihre Hauser, in Meinung, daß davondie Teufel entfliehen müsten. Das Volck wird im Jahre zweymahl durchTrompetemSchall zur Kirche geruffen. Sie geben vor, daß sie eine gewisseKraffr hatten, die Kranckheiten zu heilen. Die Priester oder gehenöffters in die Kirchen, und lesen ihre Gebethe aus einem Buche, das sie sthrhoch halten, her. Sie pflegen aus denen Hirn»Schedeln der Verstorbenen zutrincken, und pacer notter von Todtcn»Beinen zu haben, um sich dabey ihrerSterblichkeit zu erinnern. Sie glauben, daß ein dreyeiniger GOtt, oder daßGOtt drey und eins sey. Die erste Persohn nennen sie t.zmz.c»njvc, die an»dere Lbodonjoc, die dritte 5zvuyz - Lonjoc. Sie glauben auch ein Para<dieß für die-Frommen, und eine Hölle für die Gottlosen. Die Ubclthäterwerden nach ihren Gesetzen, darüber sie scharff halten, hart abgestraffet. Siehauen ihnen anfangs den rechten Fuß ab, und stechen ihnen ein Auge aus.Zwey Tage hernach wird ihnen der andere Fuß abgehauen, und das andereAuge ausgestochen. Wenn sie davon nicht sterben, so lassen sie auch dieHände abhauen« Die meisten legen sich auf das Betteln, ohngeachtet vielreiche Leute darinne leben. Weil man hierinne im Jahre fast sieben Monathgrosse Kälte spühret, so schlachten sie vor dem Winter viel Vieh, davon siedas Fleisch einsaltzen, und sich auch mit Proviant versehen. Hiebevor gehör»ten die Königreiche dlcchzl,^llcn,l.ztl3 oder özr-mcul--, Lelor und l'ZNßur zudiesem Lande; Nachdem aber der König von l'-nZm dem Kayser von ebm»zinßbar, und auch NsrZnroiz oder i-all- zu der Sinesischen Tartarey gezogenworden, so gehören hierzu heute zu Tage folgende Länder:
(i.)Das