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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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z cz Des vierdt-ött Vuchs Oap. II.

gend fast das gantze Jahr durch mit Eiß beleget bleibet. Die stauben Windetreiben offt gantze Eiß^Berge der Gegend zusammen, welche langsam wiedervoneinander geschoben werden. Es geschieher^uich, daß das Meer allhierdrey Jahr nacheinander gefroren bleibet, wie von 6n. 165.4. bis 1697 geschehenist. Das ist nun die Ursache, warum die Schiffahrt von der Meer--EngeXVa'sgay, bis an das Eyst--2xaap fast imn^Äic^b.el ist. Es haben zwar dieHollander, Dänen undEngellanderetlichmahldurchseegcln wollen, haben aberunverrichter Sache wieder abziehen müssen. Wenn der Wind im hitzigstenSommer von Mittag in die See streichet, so ist die Meer-Enge von xVaiZar-bis an den Fluß Ob/, auch das Meer der Gegend noch weiter schiffbar, weilassdenndas Eiß viel Meilen abweichet; so bald aber der Nord-Wind aus derSee nach dem vesten Lande zugehet, so ist alles mit EissSchollen wieder bele»get, daß kein Schiffhindurch dringen kan.

xxvi. Das Land JukaAir, worinne die ^ulczc^z/crz, gewisse Heyden,in ihren Hütten leben, welche ihre Verstorbene als Götzen zu verehren pstegen.Sie lösen dem Todten alles Fleisch von dem Gerippe, welches sie dörren, undhernach mit allerley gläsernen Corallen benähen, und um ihre Hütten herumtragen.

XXVII. Die Landschaft«Wostok, istgantzwüste.

XXVIII. Die Landschaft« Lensbdgp, lac. ben;lcoZa. ist ge-bürgicht.

XXIX. Die Völcber Planskpl Uild Lanmtl sind nicht sonderlich be-kannt.

XXX. 1111^011516 - eine grosse Landschaffr, worinne die illNAusterwohnen, welche auch dem Czaar von Rußland zinsbar sind. DiesesLand istzwischen denen Flüssen i-cnaundlunZus gelegen. Die Einwohner des Landessind wilde Völcker, starck von Leibe, tragen lange schwache Haare, welchehinten zusammen gebunden werden, und als ein Mrde-Schwantz ausdem Nu-ckenabhangen. 'Sie haben breite Angesichter, platte 9kasen und kleine Augenwie die Kalmücken. Im Sommer pstegen sowohl die Männer als die Wei-ber nackend zu gehen,und dieSchaam nur mit einem Gürtel dreyerHände breit zubedecken. Die Weiber haben ihr Haar mit Corallen und eisernen Bilderchenbehänget. In die Haut machen sie mitDrat allerleyFigurenihre Schönheitzu vermehren. An dem lincken Arm tragen sie ein Töpffgen mit rauchenden»alten Holtze, damit sie die ^luzlciren oder Mücken vertreiben, von deren Mengema»> im Sommer fast nicht bleiben kan. Im Winter haben sie Kleider vonReh-Hauchen, und einen Brust-Latz mit Pferde-Schwantzen behänget. DerRock ist unten mit Hunde-Fellen gcbrähmet. Wenn sie aüfdie Jagd gehen,sotragen sie Mützen von Reh-Böcken, daran die Geweyhe noch stehen, wodurchsie viele Hirsche sangen. Die Todten begraben sie nicht ehender, als bis

Fleisch