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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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Von der grossen Tartarey.

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vor denen Schlitten gebrauchet. Sie pflegen viel aufAauberey und Teuffels»Künste zu halten, und sind noch grössesten Theils dem Götzendienst ergeben.Zhre Sprache ist so wohl von der Russischen, als Tartarischen unterschieden.Sarinne sind:

l.) kslcmzlcojz, die Haupt»Stadt und Burg der Russen in §3moje^3>wohin der Tribut jährlich muß geliefert werden. -,.) ittalvsseilcoja, eineStadt der Russen, welche wie die vorige angeleger ist,und aus schlechten Hüt»ten bestehet. ;.)Xro^jz. ist die äusserste Gegend am EissMeer. 4.)di.^L,sind gewisse Völcker in Samojeden, welche in Freyheit leben. 5.) 5^3. isteine Gegend nach Siberien zu. Es giebt vielerley Arten der Samojeden,welche der Sprache und pronuml-gion nach unterschieden sind, als dw keroi.sotklcv. und pultolerflen, andere über der Ost»Seite des Flusses Obv.

XI. oder Obdara, eine ziemliche Landschafft in der Russ»

schen Tartarey , welche gegen Morgen an Samojeden, gegen Abend an dieRussische Landschafft l^ora, gegen Mittag an Siberien, und gegen Mitter»nacht an das Eiß»Meer gräntzet. Weil sie zwischen Rußland un d dem FlusseObii lieget, so hat sie daher den Nahmen bekommen. Die Holländer, als siediese Gegend entdeckten, haben sie dieselbe West»Frießland genennet, welcherNahme auch auf Wittens Land »Charte von der grossen Tartarey zu sehenist. Der Czaar von Rußland, ibcocloruz oder ivano^jr?, hat die»ses Land durch kluge Veranstaltung seines Stadthalters ltorix czufleno-v,unter seine Bothmässigkeit gebracht. Dieser Czaar liesse an dem Flusse Obyeinige Schlösser, als iFXoäxtz^. 2.)Lclou, 5,)izrfli, und 4-)dasStädt»gen Lerel'czf, bauen,dahin er etliche geschickte Männer sendete, welche die Co»lonien einrichten müssen. Diese haben das Land in ?orm eines kleinen»nigreiches gebracht, welches von Zeiten zu Zeiten besser bevölckert worden.Was die alten Einwohner anlanget, so waren sie abscheuliche Getzen»Die»ner, wie denn noch aufden heutigen Tag viele das Götzen»Bild Äam, LacbusL^buz anbelhen, welches in beyden Armen ein Kind, auch eines zu Füssen hat,und so viel, als das göldene a-te Weib Heisset. Diesem opffern sie allerleykostbares Rauchwerck und Haasen, und wollen zukünfftige Dinge von si'ibi»gem erfragen. Die niehresten aber sind der Russischen Religion zugethan.Hiebevor hatten sie kein Getrayde und Brodt, und bedeckten ihre Hüttenvon Bast mit Hirsch»und Elen ds»Häuten. Ihre Kleider waren von denen Fel»len der wilden Thiere, mit derselben Sehn »Adern zusammen genähet, vonwelchen sie im Sommer das Rauche auswendig machten , im Winter abereinkehreten. Heute zu Tage aber haben sie auch alle Tuch von Wolle zu ih»rer Kleidung, und wird das Land nebst andern alle Jahr besser angebauet.Zu unsern Zeiten wird dieses Land zu Ost»Rußland gerechnet, woselbst wires kürtzlich in der Ordnung bcmercken, und uns hieher beziehen wollen. Die

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