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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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2,0 Des vordem Vuchs dsp. il.

(I.) Astracan, lar. ^lirsc-inum, eine ansehnliche Stadt an dem FlusseWolga, Meilen von dem Caspischen Meere aufder jandichten Jnsulxoi gelegen. Diese Stadt ist mehrentheils mit höltzerncn Gebäuden versehen,und hat nichts destoweniger wegen der vielen hohen Thürne und Kirch»Spitzenein schönes Aussehen. ^».1554. den i.^uAusti ward dieser imporrsmeHan»dels»Platz von Johann Basilowitz Czaar von Rußland mit stürmender Handerobert, und nachdem die übergebliebene Tartarn ausgetrieben worden, mitRussen besetzet. Diese haben darauf eine starcke Mauer um die Stadt herumgeführet, selbige nicht nur mercklich erweitert, sondern auch einen neuen Theilangebauet, welcher 5rreli-izZoro6 genennet wird, weil die Strelizzen darinnenwohnen. JmJahr 1 s66.liesse derTürckischeKäyser 5eiimu<-ii.emenEinfallmit einer Armee von dreymahl hundert tausend Mann in dieses Land umerne! »men, welche Macht aber von denen Russen und Tartarn gäntzlich zurücke ye»schlagen wurde, ^n. 1574. ward dieser Ort sechs Monath lang von denen Tur»cken und Krimischen Tartarn belagert, endlich aber von denen Russschen glück»lichentsetzet. -661. haben die Krimischen Tartarn zwar mit Beyhiilffe derTürckischen Trouppen und einiger Verrathcr diese Stadt erobert, und grosseBeute gemachet, stnd aber von denen Russen das folgende Jahr daraus wie»derum verjaget worden. Darauf liesse der Czaar von Rußland äicxius KticN-i.elovvirz: die Stadt und das Schloß mit einem starcken von Steinen ausgemau»erten Wall umgeben, und selbigen mit vielen dsnonen besetzen. Es wurde aucheine starcke Besatzung eingeleget, welche denen Feinden Widerstand thun könnte.Dem ohngeachtet glückte es dem verwegenen kebellen, 5repb3m,5 gc»nannt,welcher in RußlandgrausameUnruhe erregte,daß er^n. 16 7 o.ann; .Pmüdurch seinen mächtigen Anhang diesen imporranren Platz mit List und Gewalteroberte,und den grössesten Theil der Einwohnersso wohlHohe als Niedrige,nebstder Luzrmlon erbärmlich niederhauen liesse. Nachdem aber der Czaar das fol»gende Jahr 1671. die Rebellen nicht nur zerstreucte, sondern auch dasHauprderselben nebst vielen andern gefangen bekam, so wurde Astracan von denen Ruf»sen wieder eingenommen. Nach der Zeit ist diese Stadt noch mehr bevestigetworden. Es wird heute zu Tage von denen Russen, Tartarn, Ameniern,Türcken und Persianern eine starcke Handlung darinne getrieben, und pflegenauch die Jndianer dahin zu handeln. Die Tartarn bringen im Sommer aller»leyObst, insonderheit viel grosse Wassermelonen dahin. Der Fluß Wolga istder Gegend mit viclenDschen, Karpffen, Störlingen oder kleinen Stören, He»ringen, Hechten, Bährs, Schleyen und^nnüaclczgesegnet. Das Saltzausder Jnsul OolZol, welches von der Sonnen ausgekochet wird, und aufdcnenFlüssen als ein Crystall gläntzendoben auffschwimmet, hat einen lieblichen Vio»len«Geruch , und darffgegen einen kleinen l'ribuc an den Czaar wie in der»sten Heide 5cep von jedermann gesammlet werden. Die Russen schütten selbiges