— eine unweit der Insel, die andere auf der St. Georgs-Commende,
— kaum genügend zu nennen find. — Eine Erwähnung verdient dieFeier des Lambertus-Festes im September, die darin besteht, daßdie Jugend auf den Straßen um ein Licht, einen mit Lichtern versehenenKranz u. dgl. tanzt, und verschiedene Lieder singt, die theils älteren, theilsneueren Ursprunges sind. Früher scheint dieses ein allgemeines Volksfestgewesen zu sein, welches in der neueren Zeit immer mehr in Abnahmegekommen ist und seine Bedeutung mit jedem Jahre mehr verliert. SeineEntstehung ist wohl in dem Umstände zu suchen, daß mit dem Lambertus-Tage (17. Sept.) das sog. Ucht werken, d. h. das Früharbeiten beiLicht beginnt, und dieses durch das Tanze» um ein Licht angedeutet wurde.
— Als Besitzer und Kenner sehenswerther Kunstwerke oder Alterthümernennen wir die Herren Professor Haindorf und Sprickmann - Ker-kerink, Graf v. Bocholtz, v>. Caspar von und zur Mühlenund Stadtrath Joseph von und zur Mühlen, Oberlandesgerichts-Präsident v. Olfers. — Als geeignete Orte für Spaziergänge und Land-parthicn nennen wir außer der Insel an der Promenade und demSchloßgarten vor dem Hörsterthore die Kaffeehäuser Juchweg undRumphorst, vor Allem aber das '/, Stunde» entfernte und freundlichliegende Dörfchen Handorf an dem Werse-Flüßchen; vor dem Mauritz-
thore die zahlreichen Kaffeehäuser der dortigen Vorstadt, z. B. HerrnLinncnbrinks schöne und geräumige Anlage, wie auch das l Stundeentfernte unter dem Namen Nobiskrug bekannte Kaffeehaus an derWerfe; vor dem Servatii-Thore das gräflich Drostesche Landgut Lüt-gcnbeck, V; Stunde entfernt, und das N/z Stunde entfernte anmuthigeDörfchen Angelmodde am Einfluß der Angel in die Werfe; vor demLudgeri-Thore das /» Stunden entfernte Dörfchen Hiltrup und das2 Stunden entfernte, aber mit der Eisenbahn leicht zu erreichende Kaffee-haus Dickewiev; vor dem Aegidii-Tborc den sog. Neuen-Krug,der '/»Stunde, und der sog. Kump (von dem Besitzer Herrn Kumpmannso benannt), der 1 Stunde entfernt ist; vor dem Neuen-Thore die!'/, Stunde entfernten Dörfer Rorel und Nienberge, die HäuserDoors, Mersmann, Wilkinghcge, Dcmmer und Homeier, sowie das l Stunde entlegene Dörfchen Kind er Haus; vor dem Neu-brücken-Thore die Häuser Wienburg und Bäumer. — Von denzahlreichen Gasthöfen mögen hier genannt werden: Der König vonEngland (bei Gerbaulet), der Westfälische Hof (bei Krapp), derRheinische Hof (bei Tüshaus), der Münstersche Hos (bei Völ-cker), die Gasthöfe der Herren Neuhaus, Renne, Winkelsett.
Druckfehlerberichtigung: In der Anmerkung auf Bogen III.. Spalte li lies „untengenannte," statt obengenannte.