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Die Burg Rheineck, ihre Grafen und Burggrafen : ein Beitrag zur Special-Geschichte der Rheinlande
Entstehung
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Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn das Himmelreich ist ihrer."Enthauptung Johannes des Täufers.

Im Schlußbilde, welches unstreitig das gelungenste des ganzenCyclus ist, finden sich neben dem thronenden Christus sämmtlichenun zur Seligkeit eingegangene Personen wieder.')

Das Crucisir von cararischcm Marmor von Achtermannschön gearbeitet und eine kleine wohltönende Orgel sind hier nochbeachtenswerth. (Das gut aus Holz geschnitzte Crucisir aus deralten Capelle befindet sich in der Kirche zu Breisich.)

Der schöne achteckige Saal über der Capelle mit seiner dop-pelte» Säulenreihe an den Fenstern gewährt in einzelnen Bilderndie schönsten Fernsichten. Die gemalten Wappen in den Fensternsind jene der Burggrafen von Rheineck, der von Warsbcrg,^ der Grafen von Sinzcndorf und des jetzigen Besitzers.

Das Innere des Schlosses, zu dessen Besichtigung uns einsegnender Engel über der steinumkränzten Hausthüre freundlichsteinladet, ist theils im mittelalterlichen, theils im neuern Geschmackeeingerichtet. Im Speisesaale befindet sich ein vortreffliches Oelge-mälde von C. Begas (geb. in Heinsberg den 30. September1794), im Jahre 1837 gemalt, den Kaiser Heinrich IV- imSchloßhofe zu Canossa vorstellend. Der Kaiser steht im Gewändeeines Büßenden und barfuß vor der verschlossenen Thüre und erregtunser innigstes Mitleiden, indeß der Papst Gregor VII., nebensich die Markgräfin Mathilde von Toskana, gleichsam trium-phirend vom Altane hcrabschaut. (Eine nähere Würdigung diesesBildes von F. W. Carove findet sich in der Zeitschrift Phönirvom 19. und 20. Juni 1837 und in den Rheinischen Provinzial-Blättern. 1837. III. Bd. x. 182.) In dem Zimmer neben dem Eß-saale ist ein Paul Bervnesc, sowie ein Familien-Porträt schcns-werth.

Die alte Warte mit ihren 7 Fuß dicken, auf den Fels ge-gründeten Mauern trägt auf ihrer Höhe die, keck in den Lüften

') W. Fiißli, die wichtigsten Städte am Mittel--und Niederrhein.

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