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lichst bekannten Architekten Joh. Claudius de Lassa nlr (geb.in Koblenz den 27. März 1781 und gest. daselbst den 14. October1848); derselbe hatte eine schwere Aufgabe zu lösen, denn die Burgwar damals ein Chaos alter und moderner Gebäude, welche ohneZusammenhang, wie der Zufall und die Laune des jedesmaligenBesitzers es mit sich brachte, oft in der schlechtesten Constructionnebencinandergesetzt waren. Die Reste der alten Beste bestandenaus dem viereckigen, 65 Fuß hohen Wartthurm und den sehrzerfallenen, nothdürftig bedachten Wänden einer achteckigen Capelleoberhalb des Burgthors. Da dieses Bauwerk dem Style nachdem Ende des 12. Jahrhunderts entsprach, so war es wohl un-zweifelhaft ein Theil der von Philipp von Heinsberg erbautenBurg. Die übrigen Häuser und Ställe waren in sehr armseligemStyle nach den Bränden von 1689 und 1785 errichtet worden.Da von diesen sämmtlichen Bauwerken keines der Erhaltung lohnte,die Capelle aber so baufällig war, daß sie abgebrochen werdenmußte, so ward ein neues Schloß nach neuem Plaue von Grundaus errichtet. Dasselbe umschließt in mehrfach gebrochener Frontedie Nordseite des Hofes und wendet seine drei, mit Giebelnund Erkern reich verzierten Hauptfaeaden nach Nord und Ost demRheine zu. Das jetzige Schloß, im Rundbogenstyle aufgeführt, isteine Zierde des Landes und ein Meisterstück der Architektur, dasselbst in seinen Details die Originalität seines Schöpfers und diereichen, ihm zu Gebote stehenden Mittel bekundet. So konnte dennauch mit vollem Rechte ein neuerer Dichter — Hermann Müller— singen:
„Da, wo Rh ein eck neu erstanden
Auf der rauhen Essel Saum,
Niederstaunend zu den Landen,
Wie erwacht aus langem Traum, —
Wo es raget rebumranket
Ueber Auen reich und weit
Und mit Pracht dem Thale danket
Daß es solche Pracht ihm leiht; :c. ?c.