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Die Burg Rheineck, ihre Grafen und Burggrafen : ein Beitrag zur Special-Geschichte der Rheinlande
Entstehung
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weiht, dann in demselben Jahre die Burg, wenn gleich in weitgeringerm Ilmfange wiederum aufgebaut, um am Pfingstmontagedes Jahres 1785 abermals ein Raub der Flammen zu werden.Das Feuer, welches durch Zufall — die Sage von Mordbrennereiist eben so wenig begründet, als jene, daß das Feuer vom Himmelherab gefallen — in einem mit Stroh gedeckten Nebengebäude aus-brach, ward 'durch den grade herrschenden Wind so angefacht, daßin 2'/z Stunden im ganzen Schlosse und Thurme sämmtliches Dach-und Hvlzwcrk verzehrt war. Nur nothdürftig wurde eine Wieder-herstellung vorgenommen: die Kosten derselben überschritten kaum dieSumme von 2000 Thlr. Es bildete jetzt nur mehr eine Wohnungfür den Verwalter, welche Stelle seit 1746 Johann AdamSchurp bekleidete. Ein Nachkomme desselben, WenzeslausSchurp, erwarb zur Zeit der französischen Occupatio» (1805)die als Domaine versteigerte Burg mit Stall, Kelterhaus, Remise,2 kleinen Gärten und einer Wiese :c. ic. für 2550 Franken, so wiezu gleicher Zeit circa 9 Morgen Weinberge für 1320 Franken,endlich einen Theil des Waldes u. s. f.

So war denn das Burgschloß zerstört, das Territorium zer-splittert, jegliches Band zerrissen!

Und abermals lag Nhei neck darnieder, und abermals erhobes sich, schöner, denn je.

Im Jahre 1832 erwarb die Burg der damalige Professor ander Rhein-Universität zu Bonn, Herr M. A. von Bethmann-Holl weg für 20,000 und einige Hundert Thaler. Derselbe suchtedas Territorium, welches bei dem Ankaufe aus 18 M. Weinberg,15 M. Ackerland, 12 M. Wiesen und 220 M. Wald bestand, derBurg entsprechend zu vergrößern, und jetzt umgeben über 800 M.Wald, die schönsten Wiesen und die fruchtbarsten Aecker das Schloß,welches dieserhalb unterm 23. März 1845 neuerdings die Qualitäteines Ritterguts erwarb.

Herr von Bethmann-Hollweg übertrug im Jahre 1832den Neubau eines Schlosses ans dem Grunde des alten dem rühm-