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Die Burg Rheineck, ihre Grafen und Burggrafen : ein Beitrag zur Special-Geschichte der Rheinlande
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Collegio, desgleichen auch im kurrheinischen Kreise Sitz und Stimmehatte und sie als Landstände des kölnischen Erzstiftes zu den kölnischenLandtagen berufen wurden. Die Eitelkeit des Staats-Kauzlers,Ministers des Aeußern und des Hauses Kaisers Carl VI., GrafenI. I. von Sinzendorf ist geschichtlich begründet und möchte wohlbei dem Ankaufe Rheinecks eine Hauptrolle gespielt haben').Natürlich wollten die Grafen das alte N Hein eck'sche Wappen indas ihrige aufnehmen. Sie verwechselten aber die in Frankengelegene Grafschaft Rieneck, die nach Erlöschen des Mannsstammesihrer Besitzer, der Grafen von Rieneck (mit Philipp im Jahre1559) an Kurmainz gefallen war, mit der Burggrafschaft Rheineckund nahmen ohne weitere Prüfung die 8 roth und goldenen Querstrei-fen jener Grafschaft in das erste und vierte Feld des Hauptschildesihres Wappens auf. Uebcrhaupt gab es dex gleichnamigen Ortemehrere: so in der Schweiz beim Einflüsse des Rheins in denBodensee (Rheinegg), so im Elsaß"), so selbst am Mittelrhein,Oberwcsel gegenüber').

Im Jahre 1654 (36. Juli) belehnte Kurfürst MaximilianHeinrich den Grafen Rudolf sambt dessen Brüdern und Vetterndie Grafen Ivan Joachim, Sigmund Friedrich, HansCarl und Georg Ludwig mit Rh eineck"). Spätere Beleh-nungcn waren für Theodor im Jahre 1691; Otto: 1708;Sigismund Rudolf: 1715 und 1725; Prosper: 1747;Wenzeslaus: 1757 und 1761; Prosper: 1774 und 1735').

Die Folge der Grafen von Si Itzendorf in dem Besitzeder Vurggrafschaft war nun folgende:

') (Hormayr's) Anemonen, I. p. 379. Auch späterhin, um Verbesse-rungen angegangen, erwiederten sie von Wien aus, daß sie sich aufnichts einlassen könnten, da sie mit denen Einkünften und dem «prü-rvKntive ä 1s ckiete cke katisbonne » zufrieden wären!

-) Sdriipklin, .ilsstls illustrsls. p. ZK.

') Widder, Beschreibung der kurfürstlichen Pfalz am Rheine. III. p. 447.

") liiinttrer, V. p. 443.

Archiv zu Düsseldorf.