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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
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von Rav enSberg.

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Sechs Zare hernach, den Tag nach St. Galli, bescheiniget Bi-schof Lndwig zu Minden, daß Graf Otto von Ravensberg das Eigen-tum seines Schlosses Limberg der Kirche zu Minden aufgetragen, undvon ihr wieder zu Lehen empfangen habe.

Graf Bernhard übergab im Zare i zzö auf Maria Lichtmeß dasAmt Borninghausen au Schweder von dem Busche Ritter, Ludolfund Dethard Gebrüder von dem Slon, Richard von dem Gripchopeund zween andere Knapen oder Edelknechte, um von solchem Amte dieBurg zum ssPntberge zu unterhalten und zu beköstigen, ohne die 40Mark Pfenninge, wie schon gestehen war, ferner mehr dafür aufzurech-nen. Doch finden wir acht Zare hernach, daß eben dieser Graf Bern,hard seinen Burgmännern daselbst für eine um die Burg aufzuführendeneue Mauer zwanzig Mark Osnabrucker Pfenninge angewiesen habe.

Meinders sagt von dieser Burg, daß sie zwar vom Herzoge Wil-helm 1554 hergestellet worden, aber zu seiner Zeit wieder eingegangensey.

In dieses Amt gehöret das Stadtlein Bünde, welches in einerHerfordischen Urkunde K. Conrad III vom Zare 1147 unter dem Na-men mit seiner Pfarrkirche vorkommt. Die Kirche stund unterdein Bischöfe von Osnabrück. Zn eben derselben Urkunde findet sichauch schon der Ort Rodmckhufi'N, nun Rödinghauscn, ein Kirchspiel,welches zu der Bogtei Bünde gehöret. Zm Zare 1 z 17 hat Zohannvon Bersen das Eigentum seines Hauses zu Dedinkdorpe, im Kirch-spiele Rodinghausen, gegen ein Haus zu Volmerinkhausen an GrafenOtto IV von Ravensberg übertragen.