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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
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Geschichte der Grafen

Von den zween übrigen Söhnen, welche die Grafschaft Navens-berg nach einander besessen haben, wird in dem folgenden umständli-cher gehandelt werden. Beide waren mit ihrem ältesten Bruder demgeistlichen Stande gewidmet, und beide sind auch ohne männliche Er-ben abgegangen, ein Umstand, welchen wir zum voraus hier anfüh-ren, weil er zu vielen ihrer Handlungen in der folgenden gräflichenNegierung einen gewissen Aufschluß geben kann.

Otten III jüngerer Bruder, Ludwig, welcher im Jare 1277als Domherr zu Minden n), nachgehends aber als Probst der Colle-giatkirche St. Johann zu Osnabrück und der Abtei Schildesche 0) er-scheinet, sas endlich bei zehen Jahre lang auf dem bischöflichen Stulezu gedachtem Osnabrück, ein thätiger und kriegerischer Herr, der nichtnur, wie oben(§. XXXVII) gezeiget worden ist, das Schloß Engernbelagern, einnehmen und zerstören half, sondern auch mit dem Bi-schöfe von Münster und Grafen Eberhard von der Mark ein blutigesTressen gewaget hat, in welchem er zwar mit den Seinigen gesieget,aber auch zugleich eine tödliche Wunde empfangen hat, woran er, dreiTage hernach, auf Martini i zoF gestorben istx).

Von

u) In einem Kaufbriefe beim Würdtwein /nSstei. cki/z/om. wm. xr, p. 82, wounter den Domherren zu Minden cke TSaueniött-Zn? namentlich

vorkommt.

0) bratre nostro Uocio^vico eccleste lsnälilobsnnis OlnÄlzruxelists AZcZIste-censts prepostto > sagt Otto III in dem der Stadt Bilefeld erteilten Bestati.gungsbriefe ihrer Freiheiten 1287 beim Culem. Ravensb. Merkwürdiak.z Teil S. 27.

p) beim weibom >'5,'. t. II, x. 222, und

ebendaselbst p- 154.