Z. VIl.
Eine in der Ravensbergischen Geschlechtskunde sehr wichtigeSchrift, welche wir unten mittheilen, ist der Brief des KöllnischenErzbischofs Reinhold vom Zare n66, worin er bezeuget, daß GrafXo. IX. Otto von Ravensberg und seine Gemalin Uda mir ihrem Sohne Her-mann, ferner Graf Heinrich, des Otten Bruder, mit Einwilligungihrer Schwester Sophia, vermalter Gräfin von Dale, und ihres SohnsHeinrich, ihr Gut zu Warsheim mit aller Zugehörde, nur die erblicheKastenvogtei ausgenommen, gewissen Klosterfrauen zum ewigen Ei-gentum übergeben haben p).
Schalen g) und Mörkens r) geben daher unsere Grasen vonRavensberg als die wahren und eigentlichen Stifter des Klosters Flers-heim oder Vlarsheim an, ohne zu sagen, wo, und ob es noch vorhan-den sey. Nach einer geschriebenen Nachricht von den KurköllnischenPfarreien hat die Abtei Heisterbach im Bergischen den Kirchensatz zuFlarzheim. Unsere Abschrift des Erzbischöflichen Briefes ist in Anse-hung dieses Orts nicht deutlich. Aber sie ist zum Glücke desto deutlicherin Betreff der Personen , deren fromme Stiftung gerühmet wird»Wir entdecken unter denselben nicht nur die schon bekannten Ravens-bergischen Brüder, Otten und Heinrich, fondern auch ihre gemein-schaftliche Schwester, und des erster« Gemalin und Sohn.
Die
x) Sonst war Graf Otto von Ravensberg mit eben demselben Erzbischofe Rein-hold oder Reinald schon das vorhergehende Iar zu Soest, ^vermbg seinerUnterschrist in ZäberlinS meci. aeni y. 221,
g) Xc/zateM'i /'ncicnöo?'». t. 1, xax.
r^> Ld/o». y. uz.