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Geschichte der Grafen
chemder Graf, mit Uebergehung des Gaues, dem er vorgestanden ,sich genannt oder geschrieben haben könnte. Wenigstens haben in un-fern oberlandischen Gegenden die Gaugrafschaften im XI und XII Zar»Hunderte von dem gewöhnlichen Gerichtsplatz ihre Benennung empfan-gen I). AuS Mangel einer hinlänglichen geographischen Kenntnisder alten Westfälischen Gauen muß ich die nähere Untersuchung dieserSache andern überlassen.
Von Hermann I. Grafen von Kalberlage.
Z. III.
ach dem einmüthigen Zeugnisse obgedachter Sächsischen Anna-listen hatrc Graf Hermann eine Tochter des Herzogs Otten von Nord-heim zur Gemalitt. Sie hieS EdeIiNd. Ihr Vatter hatte dasmächtige Herzogtum Vaicrn zchen Jare lang verwaltet, als ihn K.Heinrich IV im Zahre 1071 dessen wieder entsetzte, aus Furcht, ermöchte als ein geborner Sachse seinen wider ihn aufgebrachten Lands-leuten beistehen, und sich gar zu einem Gegenkönig erwählen lassen»Denn er war ein tapferer und überhaupt vortreflicher Fürst m). Derjunge König begieng eben dadurch einen grossen StatSsehler, der dietraurigsten Folgen für ihn hatte.
Edelind war anfänglich mit dem unmittelbaren Nachfolger ihresVatters in dem Herzogrume Vaiern, Herzoge Welf, dem Stamm-vatter des noch blühenden Welfischen Hauses, getrauet. So berichten
uns
I) Siehe nieine tV au'c/zZ'ovme in den
tom. i v Uilt. p. iZl fg.
m) Xa-eo nä nn. 1071.