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Reichstag gewendet hatte, riß das Aurhaus im Jahre s726 dieStiftsregierung definitiv an sich und ordnete dieselbe in der Weise,daß der Aönig die weltlichen und das evangelische geheime (Kon-sistorium die geistlichen Angelegenheiten verwaltete.
Nachdem am ch Zum dieses Jahres in Zeitz die Huldigungdes Königs als Administrator des Stifts stattgefunden hatte, gingdieselbe am 6. Zum in Naumburg vor sich. Der Geheime Rathvon Seebach und der Hofrath Grübner fungirten hierbei als könig-liche Tommissarien. Seebach hielt von dem aus der Norkämmereinach dein Markte hin erbauten Balkon eine Ansprache an dieStiftsunterthancn, in welcher er im Namen des Königs versprach,daß dieselben bei ihrer im Stift hergebrachten lutherischen Religion,sowie bei ihren bisherigen Privilegien, Rechten und Gewohnheitenbelassen und geschützt werden sollten.
Als Schluß der Huldigungsseierlichkeiten veranstaltete Otto amAbend dieses Tages für die „adelichen Dames und Tavaliers"einen Ball. —
Zwei Zahre zuvor hatte der König ihm gestattet, die vouHerzog Friedrich II. von Gotha ^ ihm angetragene Stelle des Ober-steuercinnehmers im Fürstenthum Altenburg anzunehmen und diedortigen Steuer-Tonvente mit abzuwarten.^
Nachdem er im Jahr s709, am 3. Mai, seine Gemahlin ver-loren hatte — für deren frühzeitigen Tod^^ Hshsf die HerzoginTrdmuthe Dorothes ein Bedauern übrig gehabt zu haben scheint(S. 277), hatte sich Otto, 62 Zahre alt, im Zahre s722, anis 2. August, zu Teichwolframsdorf mit Tharlottc Henriette von Molf-
^ Gtto hatte im Jahre gemeinschaftlich mit seinein ältesten BrnderRudolf und den übrigen Altcnbnrgischcn Landständen, dem Herzog die „Land-schaftsnhr" verehrt fS. 2ss).
^''Hauxtsiaatsarchiv Dresden, „Beim Geheimen Rath eingegangene Aller-höchste Special-Rcscrixte", t?2H, t«. März.
6 Kinder hatte sie schon begraben. Friedrich Wilhelm und ChristianLobrccht waren bei ihrem Tode erst ^2 bezw. ^2 Jahre alt.