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munde ihres Lohnes Otto gegebene Stellung ein Dorn im Augewar. Spricht sie doch selbst, in ihrem Schreiben an den Uönigvom ssi. Juli s702 (S. 27 s), davon, daß „Unsers Prinzen Liebdenganze Hoffstadt. .. Unsern unmittelbaren alleinigen und absolutenEommando . . . bey Einrichtung der Ober-Vormundschafft über-geben und mit dein Handschlags völlig an Ans gewiesen worden,welches z'u8 c^uassitum in wehrender Minderjährigkeit Uns un-möglich entzogen und dem Hoff Marschall zugewendet werdenkan."
Wir sahen, daß der Uönig anders darüber dachte. Dashinderte aber die Herzogin nicht, Otto mit ihrem Haß zu ver-folgen, wovon uns der Briefwechsel des Herzogs Moritz Wilhelmmit seiner Schwester^- deutliche und ergötzliche Beweise liefert.
Nachdem die Herzogin in einein Briefe vom 30. Mai s705ihrem Bruder vergnügte pfingstfeiertage gewünscht und ihn wegender Art der Trauer um Uaiser Leopold um Rath gefragt^, sagtsie in der üblichen Nachschrift:
„es ist kein größerer Schelm, als der Hoffmarschall Tümpling,Welcher Unsere beyde Häuser in daß gröste ruin zu setzensuchet, Und mir Diebstahl schuld gibt, er ist Ursach an allemeinem Unglück."
So nennt die Herzogin Otto auch im jZahre s7VS „den Vogel",welchem ihr Bruder nicht trauen solle, „es ist ia der gröste Schelm,ich bin hier nicht sicher" — „Ew. Liebden trauen doch dem Uerlnicht, er hat Mich beschimpfet, genug der Flegel."
Am ö. Februar f703 trat ihr Sohn die Regierung an; hinterAllem, was Erdmuthe Dorothee fortan nicht gefiel, vermuthete sieden Einfluß Otto's. So schreibt sie schon am f7. Februar: „Dergeheime Rath Metsch wird Ew. Liebden sagen, was ich wegendes Domkapitels gehöret, auch Wegen Dresden, Und Was der
''5 Hcmptstaatsarchiv Dresden, I-ov. 85Z8 — ssoo.
^ „ ob in tveiß ersx, oder in Zvirrüillis, oder Weiß ansgcnehten Flohr".