Christian Gottlob war als dritter Sohn Ivolf Friedrich'?
am 26. October s70s zu Merseburg geboren.^'? Mit Iahren kanr er daselbst als Page zu derverwittweten Herzogin Erdmuthe Dorothee (S. H3). Nachdem erihr zwei Jahre gedient hatte,^ bezog auch er die Universität, und
^ Das Geburt?-Attest S. S7.
^ Als Anerkennung für seine Dienste schenkte die Herzogin dem „ehrlichen Tümpling" zu Weihnachten Z7Z7 Johann Arndt'?, Geucral-Superiuten-denten des Fiirstcnthums Lüneburg, fünff Geistreiche Bücher vom wahrenThristcuthum, deren 9. Auflage z?zs, fast ein Jahrhundert nach Arndt'? Tode,zu Leipzig erschieuen war. Da? Buch befindet sich in dem Archiv zu Thalstein.Auf dem Deckel sind eingepreßt die Buchstaben kl. D. H> 8.V., auf der Rück-seite: O. Lt. V.T. 57^7. Folgende Widmung schrieb die Herzogin selbst hinein:
Buch TobiÄS am Tapitel.
Dein Lebelang habe Gott vor Augen Und im Hertzcn Und hüte Dich, daßDu in Keine Sünde Willigest Und thust Wider Gotte? Gebot.
Psalm Z7.
Bleibe froin Und halte Dich Recht, denn solchen Wird'? zuletzt Wohl-gchen.
Philippern am 4. Tapitel.
Was Warhafftig ist, Was crbar, Was gerecht, Was Keusch, Was lieblich,was Wohl lautet, ist etwan ein Lob, ist etwan eine Tugend, Demdenket nach.
Dieses schreibe ich Thristian Gottlob von Tümplingcu zum Andenken, dermir über zwey Jahre als xaZs treu, Und Wohl gedienct hat, Und gebe ihndieses Buch zum heiligen Thrists Geschenk, Und da er nun aus meinenDiensten gegangen Und sich mit Gott Borgenommen hat, zu studiren, Solaße der große Gott sein vornehmen Wohl gelingen, Herr Gott Israel,stärke ihn, Und hülff ihm gnädiglig daß gute Werk vollbringen, daß er mit