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3 (1894) (Geschichte der 1822 bezw. 1867 im Mannstamm erloschenen Häuser Posewitz und Casekirchen (Tümpling)) : mit Urkunden-Anhang, Bildnissen, anderen Kunstbeilagen, Nachträgen und Berichtigungen zu den drei Bänden, zwei Siegeltafeln, zwei Handschriftentafeln, General-Register für die drei Bände und dem Stammbaum von der Theilung in Linien an
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5eyn Verlust muß uns keineswegs gleichgültig seyn. Nichtnur wäre solches an sich den: Ivohlanstande entgegen, sondern esreden auch unsere Jahrbücher von seinen Verdiensten und von seinenin einen: Zeiträume von 52 Jahren erlangten Kenntnissen, besondersvon der Verfassung hiesigen bsochstissts und Dom-Tapituls.

Von des IVohlseeligen bei seinen: (lapitular-Äande an denTag gelegten vortrefflichen Denkungsart zeichnet sich die zur Zeitder Errichtung der porpotuirlichen Ltifftischen (üirpiwlution ^ be-währte Redlichkeit ungemein aus und die Oaz:itulg,r-?rotoooIIuund Nachrichten von denen Iahren NM und sind unverwerff-liche Zeugen.

Die über die Vorfallenheiten in denen Iahrenausbewahrten Drotooolla und stellen Ihn als einen Vsoanum

vor, der auch bcy den drangsalvollsten Ariegs-Läufften nie andersals einen Patrioten sich gezeiget, durch welche edle AufführungDerselbe sich einen solchen Ruhm erworben, den auch die niehmalsganz zu vermeidenden Schwachheiten des Alters nicht verdunckelnkönnen. Sein Andenken soll uns allezeit sehr schätzbar bleiben!Ant allem Rechte tragen wir Leyd über diesen Verlust. Wir

^ Nach dein Tode des Bischofs Sigismund von Lindenau (lZHH) warHerzog August von Sachsen, jüngerer Bruder des Kurfürsten Moritz, zum Ad-ministrator des Stifts erwählt worden. Derselbe hatte die evangelisch-lutherischeReligion eingeführt. Die Schlacht von Mühlberg (lZH7) aber brachte auf Be-fehl Tarl's V. Michael Sidonius Heldung auf den bischöflichen Stuhl. Nachdem passaucr Vertrag (lSö2) und nach dem Tode des Bischofs (ZSSl) wurdeindessen die evangelische Lehre von Neuem eingeführt und durch einen ver-gleich zwischen den: Domkapitel und dem nunmehrigen Kurfürsten August dessennnmündigcr älterer Sohn Alexander unter Vormundschaft des Kurfürsten zun:Administrator postulirt. Nach Alexanders schon im Jahre ^ssz erfolgten Todemachte sich das Kapitel in: Jahre ZS8Z anheischig, mit der Postulatiou bei den:Kurhause Sachsen zu bleiben. Letzteres sorgte Angesichts dos vorauszusehendenErlöschens des Hauses Sachsen-Merseburg durch die mit den: Kapitelau: s:. Juli abgeschlossene Eventual-j?ostulation für die Znccesfionin der Stifts-Admiuistration. Dieser Fall trat in: Jahre :?Z8 ein, KurfürstFriedrich August II. (l7ZZl7SZ) trat daher die Stiftsregicrnng an und verbandsie durch erneuerte perpetuirliche Tapitnlation auf immer mit der Kur.