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In den Iahren l5<l5 und hatte Oswald inzwischen inRechtsstreitigkeiten mit dein Domkapitel zu Naumburg gelegen.Dasselbe hatte im Jahre s5Hs, ohne den vom alten Glauben ab-gefallenen Aurfürsten Johann Friedrich zu hören, Julius von Pflugzum Bischof gewählt. Der Aurfürst hatte dagegen Nikolausvon Amsdors, bis dahin Superintendent in Magdeburg, im fol-genden Jahre als ersten evangelischen Bischof dort eingesetzt, ohnesich um zwei zu Gunsten Pflug's ergangene kaiserliche Mandatezu kümmern. Luther selbst hatte Amsdors am 20. Iauuar geweiht.
Das Capitel hatte in dem Jahre s5H3 gegen Oswald wiegegen Heinrich von Weidenbach zu Leislau vor dem Amte Cam-burg Urtheile auf Cxecution „zw irem vihe farnus vnd habe"erstritten. Valentin Pflug war damals Amtmann zu Dornburgund Camburg. Welche Schuld von Oswald beizutreiben war,wissen wir nicht. Wir erinnern uns aber, daß sein Vater Hans,zusammen mit seinem Vetter Christoph, in: Jahre sHYZ (S. s6s—s62) dem Capitel zu Naumburg die Crbzinsen vor Naumburgund in Heiligenkreuz für s00 fl. und den Großen und Aleinen Titzelfür H5 fl., zu 6 beziehungsweise 6^ "/«, verpfändet hatte und daßHans im Jahre s5s0 dem Capitel s>00 fl. schuldig war (S. s70).
Außerdem hatte Oswald's Oheim Oswald schon in den Iahrens^86 und sH39 den Großen Berg, den Großen Titzel und dieGüter und Zinsen an sechs Männern zu Heiligenkreuz für l00beziehungsweise 56 fl. zu 5 und 2^2 fl. jährlichen Zinses an dasCapitel verpfändet (S. s77, s7ß).
Endlich hatte Oswald's Vetter Christoph außerdem nochden Großen Berg für 200 fl. zu 5^/s °/o den: Capitel verpfändetund s506 das Röblitzholz für 50 fl. zu 7 (S. 225, 252).
Alle diese Verpflichtungen waren, so weit sie nicht etwa ab-gelöst worden waren, auf Oswald, den Erben seines Vaters unddamit seines Oheims und seines Vetters, übergegangen. So sagtOswald in seinem Schreiben vom ß. September s53s (S. 26H) an