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Die Glocke von Wenigenjena (schon (ZV? erscheint dort„lolnumos Dlobunus in purvo Ilreu") endlich — es ist die mittlereder drei dort befindlichen Glocken — ist wiederum einfacher. IhreGintheilung ist der von Nensdorf ähnlich: oben in romanischenMajuskeln ganz deutlich die Inschrift: O Rsx Iorio veui onmpuos. Nuria bilk, darunter 3 Rundbilder mit dem Pelikan undden Aeichen der vier Evangelisten und dazwischen genau dasselbeWappen wie auf den beiden erstgenannten Glocken.
Von den beiden anderen Glocken von Wenigenjena (der Thal-stein ist dorthin eingepfarrt) zeigt die größere, d. h. die größte derdrei Glocken, die Inschrift „urwo clui m. v. o. bsilk suuoku uuuuselp clritt" — sie datirt also von (3VO — und die kleinere die ein-fache Inschrift „avL muria".
Zu den Symbolen der vier Evangelisten, den vier fabelhaftenWesen (denn auch der Mensch hat Flügel), wollen wir hier folgendesbemerken:
Diese vier Wesen werden einmal im (. Tapitel des ProphetenEzechiel (nach welchem Rafael in der Gallerie Pitti die „Visiondes Ezechiel" uralte) und sodann im H. Eapitel der OffenbarungIohannis erwähnt.
Ezechiel (Hesekiel) deutete nicht bloß auf den Messias, sondernauch auf die vier Evangelisten hin. Seine Symbole wählte ermit Rücksicht auf den eigenthümlichen Charakter derselben:
Matthacus: der Mensch, weil er sein Evangelium mit ChristiGeschlechtsregister beginnt und seine menschliche Abstammungerzählt;
Marcus: der Löwe, weil er Christi königliche Würde betont;
Lucas: der Stier, als Andeutung von Christi Versöhnungstod,bei welchem Lueas verweilt;
Johannes: der Adler, weil er sich mit Vorliebe in Christigöttliche Natur versenkt.