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Nachrichten, von Tuno dagegen sind uns im Deutschordsns-Archivzu Aönigsberg noch Nachrichten bis zmn Jahre erhalten.
Mit der Aufnahme in den Deutschen Orden begann für denRitter — wie Johannes Voigt es so schön darstellt — ein ent-sagungsvolles Leben. Man gelobte aber gern solche Entsagung,denn man sah, wenigstens bis zum ^5. Jahrhundert, wo der Ordenden: Niedergange sich zuneigte, die Meihe in den Orden der hoch-gebenedeiten Jungfrau als einen himmlischen Ruf an.
Aufgenommen wurden nur Jünglinge von deutscher, ehelicherGeburt, gesund und ungebrechlich, rittermäßig und von vier AhnenMappengenosse, rein in ihrem Mandel, unbefleckt in Litten, un-berüchtigt an ihren: Namen. Der Eid des jungen Ritters lautete:„Ich verheiße und gelobe Aeuschheit meines Leibes und ohneEigenthum zu sein und Gehorsam Gott und Lanct Marien undEuch den: Meister des Ordens des Deutschen Hauses und EuerenNachkommen nach der Regel und Gewohnheit des Ordens, daßich Euch gehorsam sein will bis an meinen Tod."
Wer dieses Gelübde der Aeuschheit, der Armuth und des Ge-horsams einmal abgelegt, jDrofeß gethan und das Ordenskleidempfangen hatte, konnte in's Meltleben nie wieder zurücktreten.
Mer in den Orden eintreten wollte, mußte seinen vollen Har-nisch, die Maffenrüstung und zwei bis drei vollgerüstete Rossemitbringen. Dafür erhielt er das Versprechen, ihn: Masser undBrod und ein altes Aleid zu reichen.
Ein weißer Mantel, wie der der Templer, schmückte jedenRitterbruder und ein schwarzes Areuz am Mantel, an der Aappeund an: Mappenrock war das Zeichen seiner Mitgliedschaft desOrdens — weiß, die Farbe der Littenreinheit, schwarz, die derOpferbereitschaft bis zum Tode. Der Gottesdienst und das Amt,welches er etwa in: Ordenshause versah, nahmen fast alle Stundendes Tages hin. In den wenigen Mußestunden fand man dieBrüder in: Tonventsremter versammelt, zur Unterhaltung oder