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Helmsiegel (ohne Schild) in grünes Wachs gedrückt, anhängt. Esist das älteste erhaltene Tümpling'sche Siegel. Seine Umschriftlautet: Lsigillnm) llffOsrmoms <lo Dnmplischo; aus denr alten Uübel-helm wächst die Jungfrau mit wallendem Haar heraus; zu beidenSeiten des Helms erscheinen die Sicheln, und zwar gezahnte(Uampfes-)Sichcln. Es ist zugleich das einzige Siegel, welchesaus denr Jahrhundert erhalten ist.
Zur Entstehung der Wappen wollen wir hier gleich bemerken,daß sie, ursprünglich willkürlich angenommen, erst im (3. Jahr-hundert erbliche Geschlechtswappen wurden. Die alten Hausmarkenberühren sich wohl mit ihnen in ihren Wappcnbildern. Schonfrüh verknüpften sich Farbe und Bild mit den Waffen, denn siesollten zur Unterscheidung dienen. Schon Tacitus erzählt in seinerGermania: „sonta lootissimis ooloribus cllstiuArmt". Die Ritter-schaft nahm das sie unterscheidende kriegerische Zeichen auch inihr Siegel auf. So entwickeln sich die Waffen — niedersächsischWappen —, und zwar mit allmählicher Annahme dieser letzterenSprachform, zum unterscheidenden Zeichen der Person und ihrerGüter überhaupt. So ist Wappen nicht mehr das Waffenstück,der Schild, sondern das der Person eigenthümliche Zeichen andem Schilde.