Dazu kommt, daß Heinrich der Erlauchte ein warmer Freundder Balley Thüringen des deutschen Ordens war. Diese Balleyist die älteste der t2 Balleyen in Deutschland; schon im Jahre s202sinden wir einen Drovinoialis TburinAino, einen Landkomthur;dem Orden galt sie als „ein sonderliches Aleinod", aus ihr stammteder vierte Ordensmeister, der unsterbliche Hermann von Salza ausLangensalza (s- s2Zß); die Landgrafen waren dem Orden besonderswohlgewogen, schon Ludwig der Heilige sprach es, noch in denZeiten jenes Ordensmeisters, als eine besondere Gnade Gottesaus, daß der Orden sich in seinen Landen angesiedelt habe, undebenso regierte Heinrich der Erlauchte noch ^3 Jahre in Meißenunter den: Wehen des Geistes Hermanns von Salza, unter welchemdie Balley Thüringen in Meißen sowohl wie in Thüringen reicheBesitzungen erwarb. So verfügte sie über die fünf Ordenshäuserzu Halle (s200), Altenburg (s2sH), Nägelstedt bei Langensalza(s222), Liebstädt bei Weimar und zu Zwätzen bei Jena (1^22 .).Die Balley Sachsen stand außerdem während des sZ. Jahrhundertsnoch unter keinem besonderen Landkomthur, sondern der von Thü-ringen war zugleich auch Landkomthur in Sachsen.
Nicht unwahrscheinlich also ist es, daß auch und besondersder Geist des deutschen Ordens jene Ritter antrieb, s2Hs beiLiegnitz mitzukämpfen. Vielleicht war jener Tümpling Einer desOrdens. Nahe genug konnte es ihm liegen, Mitglied des Ordenszu werden, da die Landkomthurei Zwätzen, zwischen Zena undTamburg gelegen, der Wiege seines Geschlechtes so nahe lag, underscheinen doch im folgenden Jahrhundert bis zu Beginn dess5. Jahrhunderts zwei Tümplinge als Deutschordensritter.