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1 (1888) (bis 1551) : mit dem Wappen, einer Siegeltafel, zwei Stammtafeln, einer Karte der Grafschaft Camburg, anderer Kunstbeilagen und Register
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Dabey aber bitte ich Gott, daß er besonders dieselben und überhauptdas ganze Hochadelige Geschlecht in beständig grünenden und blühenden Wohl-seyn erhalten und in seinen edlen Zweigen allezeit Männer zeigen wolle, welcheGott und dem Staate erwünschte Dienste leisten mögein"

Aeideler's Vorrede lautet:

Weisheit und Gottseligkeit sind die beiden Tugenden, welche einenMenschen, der sie liebt und ihnen nachtrachtct, vor andern wahrhastig edelmachet. Besitzt er nun außerdem Erkenntniß und Wissenschaften undweiß sie mit Klugheit zur Ehre Gottes, zu seiner eigenen und seines NächstenWohlfahrt anzuwenden, so verdient er mit Recht unter den Menschen Hoch-achtung nnd Ehre. Dieses ist der Grund, daß sich viele vor Andern hervor-gethan haben und über Andere erhoben worden, und weil sie ihre Nachkommenin diesen Tugenden erzogen nnd dadurch Gott und ihren Nächsten zu dienengeschickt gemacht, so ist diese Hochachtung nnd ihre erhaltenen Vorzüge beieinem solchen Geschlechte gleichsam erblich geworden. Bei nnsern alten Teut-schen nnd Sächsischen vorfahren gab die Tapferkeit in Vertheidigung dergemeinen Wohlfahrt und der Ruhm des Vaterlandes vielen Geschlechtern, diesich besonders darin hervorgethan, vor andern einen gewissen Vorzug. Diesessind die wahren Vnellen des Adels, auch des Adels, den Geburt unddie Schätzbarkeit der Landesregenten um viele Jahrhunderte her zn einem ge-wissen erhabenen Stande gemacht hat. Ein jeder Stand unter den Menschenist Gottes «Ordnung, und daher muß er auch heilig nnd schätzbar sein, unddies um so mehr derjenige uns seyn, den Gott mit allerlei irdischen Vorrechtenzn Unterstützung und Beförderung des allgemeinen Besten begnadiget. Esmuß also der Adelstand selbst denen auch schätzbar sein, welche selbst darinnengeboren sind. Auch dieses ist ein großer Segen Gottes, von geehrten und an-gesehenen Voreltern, die wegen ihres erhabenen Geschlechts, wegen ihrer Gott-seligkeit, wegen ihrer Wissenschaften nnd Erfahrung, wegen ihrer Tapferkeit,mit welchen sie Gott nnd ihrem vaterlande gedienet, berühmt gewesen, abzu-stammen. Dieses einige von seinein Geschlecht und Voreltern zn erweisen,wäre schon allein der Mühe werth, daß man bei adlichen Geschlechtern einekurze glaubwürdige und gegründete historische Nachricht von den geführtenLeben und Thaten der Voreltern sammle, nnd als eine wichtige, zur Nach-ahmung reizende Beilage wohl bewahre. Doch es hat der Adel bei uns inTeutschlaud gewisse Vorrechte, die die Geschichte der Voreltern und Ahnen beiihnen nothwendig machen. Wie viele Bedienungen giebt es bei unsern Säch-sischen nnd Teutschen Höfen, zn welchen keine von Adel gelangen können, ohnedurch eine gewisse Anzahl von Ahnen erweislich dargethan zu haben, daß sievon guten alten adlichen Geschlechtern und Familien abstammen. Man lässetsie, wen» sie Vasallen, an Landtagen ohne diesen Erweis nicht zur Versamm-lung der Landstände. Die Ritterorden, die hohen Dome nnd adlichen Stifter,welche in der That viele schöne Unterhaltungen diesem Stande darreichen, er-fordern von denen, die darin aufgenommen werden sollen, dergleichen historische