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Alexander der Grosse
Entstehung
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Doch für alle diese Umgestaltungen im Innern, denen sichnoch ein neuer Krieg beigesellen sollte, nm sein neugebildetesHeer zu prüfen, wahrscheinlich eine Entdeckungsfahrt zur Um-segelung von Arabien, zu einer Seeverbindung der Euphrat-mündung mit dem rothen Meer und Aegypten, war dem Königevon der Vorsehung nur ein Jahr gewährt, es war ihm nichtbeschieden, weder das Lächeln seines Kindes, noch die glücklicheLösung einer der oben angedeuteten Maßregeln zu sehen, wohlaber boten ihm diese Monate den Kelch des bittersten Schmerzesam Leichenbette seines treuen Hephästion, Was half ihm daskönigliche Leichenbegängnis mit dem er den Genossen seinerKinderspiele ehrte, er gab ihn damit dem Leben nicht zurück.Nur neue Thätigkeit konnte ihn über das Leid der Stundehinwegheben, aber es war ihm eine noch schwerere beschieden, alsan seinem Sterbebette seine Feldherren fragten, wen er berufe,sein Werk fortzusetzen und zu Ende zu führen. Wohl warseine Antwort königlich, aber wer ermißt den Schmerz derSeele, die, was sie im Leben nie gewesen war, im Tode rath,los, auf solche Frage mit einer Allgemeinheit,der Würdigste",vom Leben scheiden mußte. Und daneben der Blick auf seineReformen, alle angefangen, keine zu Ende geführt, mußten sienicht wie Gespenster sein Sterbelager umstehen. Er fühlte diSpannkraft, den gordischen Knoten zu lösen; daß kein zweiterdazu im stände sei, zeigte das Grabgeläute eines fast fünfzig-jährigen Krieges, das gar nicht verstummen wollte. Und dieNachwelt? Würde sie gerecht gegen ihn sein? würde sie einHerz für ihn haben? Lassen Sie uns nur menschlich für ihnfühlen und dem Grabe eines Alexander den Rosmarinzweignicht versagen.

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