Des fünffeen Buchs e-»p. xiv.
§. 5.
^5"^ Von dem Zustand in küea'ujFeiici.
^ ^?VAe Lufft dieses Landes ist gut,ob sie schon sehr warm in der Ebene ist. Das^^)(5rdreich ist steinicht, und mit weiß- und rothem Sand bedecket, insonder»hejr cm denen Orlhen, wo das geschmoltzene Schnee » Waffer und die angelauf»fene Regen »Bache von dem BergAtlaß ihren Lauffhabeit. Die Thaler da»Tom. /. selbst find fruchtbar an Getraid und HülsemFrnchten ; insgemein aber so ist keinc. 2 2. Land in gantzükkic-i zu finden, allwo es grössere Palnren»Baume, und wohlge»Tom. sthnracktere Datteln giebt.
^T/. Die Inwohner sind mittelmassiger 5rsrur , und sehr schwach von Färb.
5; - Sie sind auch sehr geil und eyffcrsuchlig gegen ihreWeiber,welche niemahls in dieI^oiczueen kommen dörffen. Die Kleidung dieser Völcker ist wie derer zu tsti-roc. und bestehet in einem kleinen Türkischen Bund, einem Hembd, einem Ull»555. ter»Hcmbd von leichtem Zeug, Hosen und Strümpff, und einem grossen RockmitErmeln, womit sie sich, als mit einem Rcir»Rock, bedecken, ihre Schuheaber sind wie Pantoffel gemacht.
Der Reichthum dieses Landes bestehet im Verkauffder Datteln, wie auchder Haute von Löwen und Tiegerthieren, und etlicher Sclaven, die sie einanderabgenommen haben.
Ihre Waffen sind ein Säbel, den sie fornen her hangen haben.
Die Königreiche, welche dem Cherifvon .vt-uoco zugehören, führen Buch»sen und Feuer »Röhre; die Städte aber sind mit steinernen?Murcn umgeben,deren etliche von Thürmen beflrichen werden können, die Städte in andern Ge»genden aber sind gantz offen, oder mit Pallisaden eingefasset, für denen Löwenficherzuseyn, deren man durch das Brüllen der/^bve-i, so ihnen fast/ederzeitnachfolgen, leichtlich gewahr werden kan. Diese sind Thiere, welcheeinen Balg wie ein Fuchs haben, und eben solistig, an Leibs» Größe aber et»was höher sind, deren es viel in den Bergen zu und in denen, so
gegen Oricur liegen, gibt. Diese Thiere geben sich durch ihr Heulen, welches mitdem Bellen eines Hundes wohl überein kommt, zu erkennen, und folgengemei»niglich denen Löwen nach, um sich von dem Raub, den sie überlassen, zu sätti»gen, also daß man, wann man die ^üivc5 siehet, versichert seyn kan, daß einLöw nicht weit seye. Die Löwen aber sind ihnen feind, und verfolgen sie; dieaber sind viel geschwinder, und machen sich mit der Flucht davon.
Die Anwohner find der Mahometischen Religion zugethan, und haben ineinerjeden Stadt, gleich wie in den Landen des Eherifs von Klsroco, einend-lcm, und einem kwtkri. Die sind Häupter ihrer Religion, schier eben,als wie unsere Ertz»B>schöffe, und haben unter ihnen dienst», ivelchemitun»