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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
Entstehung
Seite
139
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Von LilsilulZerlil. ?

den Griechischen und Lateinischen Scribenten Anlaß gegeben hat, und welcher ?.noch aufdcn heutigen Tag demAtlantsschen grojsen Meer den Nahmen mit-getheiler hat, scheide! durch eine lange aneinander Hangende Ferne oder Arm -i-die Barbarcy von nüeüulgericl, und wird derselbe in denZrosssnuiD Llemen/.»^./.Arlaß abgetheilet.

Der grosse Maß wird von etlichen und von andern klom«

-cisrez Lc V.MÜ5 genennet. Dieser letztere Nahme ist demselben von denen zukc-und kl!u -zco, von wegen der Datteln, so daselbst wachsen, gegeben wor-den -> weilen sichgber eben derselbe über zwey hundert Meilen erstrecket, so hatLänder, in denen derselbe unter dem Nahmen trwZes. <Izuzj.ßel.gcrl>cnu, 6eI^u. Uitd vielen andern mehr bekanntist. Eristaii vielenOrten stharffzuge-spitzet , und traget seine Spitze bis an die Wolcken , welche bisweilen mitSchnee, bisweilen aber mir Waldern bedeckt ist, dergestalt, daß er nicht alleinunbewshnet, sondern auch unzugänglich ist.

Nichts destoweniger erzelM man viel von etlichen Passen, so in dielenBerg gemacht worden sind, worunter einer bey der Stadt öelguels. und derandere bey der Stadt Hzmcrist, welches dann denen Völckern von Lilcclulge-riä sehr bequemlich fallet^ mit ihren Datteln mitdenen aus Barbarien zu han-deln.

Die Thaler , so derselbe macht, find mchrentheils unbewohnt, entwederweil dieselbe allzuviel verschlossen sind, entweder wegen der Kalte, oder des Hol-tzes, ausgenommen etliche Thaler, darinnen etliche kleine Oerter liegen, welchevon Mohrischen Völckern und Barbarn bewohnet werden, das übrige dienetden wilden Thieren zu einem Auffenthalt, insonderheit hegen Norden desKö»nigreichs I>gorsrim, allwo man eine grosse Menge Löwen, Leoparden und^clivcx siehet, von welchen Letztern wir aufden folgenden Blattern reden wollen.

Die Araber nennen einen Larven ^cec!, und ist kein wildes Thier grimmi-ger , als dieses ; dann es zemisset Menschen und Thiere, und ist eben so ge-schwind als starck; insonderheit hat man sich für dem Löwen zu der Zeit,wanner sich paaren will, zu sörchten. Dann es sagen die Natur-Kündiger, daß erein so hitziges Geblüt habe, daß er nimmer ohn ein Fieber sey, und fürchtet sichderselbe für nichts so sehr, als für dem Feuer, weßwegendie Hirten um ihreHeerden , welche sie für diesen Thieren verwahren wollen, Feuer anzünden, undtragen die zager brennende Fackeln, ihn in die Flucht zu treiben, und in dieGarne zu bringen, insonderheit wann derselbe klein, und ftinBiß alsdann, weildeßen Zahn-Fleisch noch schwach,nicht so gefährlich ist.

DieLeoparden sind gleichfals grimmige Thiere, greiffen aber niemand, alsmsie zuZorn reitzehan, ftessen auch unter allen andern Thieren sonst keines, als

Dritter Theil. Ss §.5.