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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
Entstehung
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88
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Quitten und grosse Granat-Aepffel, auch Weintrauben im Überflüsse wach,sen. Die reisende Europaer müssen gestehen, daß itzo diese angebauete Ge-gcnd am Läps cie banne ölvergnce eine der fruchtbahresten und angenehm«sicn in der Wett sey. Es find hin und wieder Vorwercke angebauet, undwürde der Landbau noch mehr fortgesetzet werden, wenn mehr Leute Erlaub,nüß haben sollen, fich aus Europa dahin zu begeben, und zu setzen. Es sehe,,net aber, daß solches die Ost-Indianische compzZnie in Holland um ihreslmercil- wegen nicht zulassen will. Weil nun die Arbeiter fehlen, so wird de-nen hier wohnenden Reformisten Familien der Kornbau sehr beschwerlich:Denn die Hottentotten, welche sonst die eingebohrne Einwohner find, wollenfich zu bestandiger Arbeit noch nicht sccommocliren, doch lassen fich viele vondenen Europaern gebrauchen, wenn fie nach Belieben arbeiten dürffen. DieLufft ist der Gegend mehrentheils cemperixt und gesund. Das Feder-Wild,prer ist hier überflüssig zu haben. Die Ochsen und Schaafe werden von de,nen Wilden um Toback ertauschet. Weil nun die Hollander, wie oben er,wchnec worden, An. -650. diese Gegend genauer betrachtet, so handelte dieOst-Indianische dom^gme mit denen Vornehmsten unter denen Hottentotten,daß sie vor eine gewisse (Zu-m-mt Toback und Brandrewein ihnen dasüberlassen , und fich weiter in das Land gegen Norden, Morgen und Abendmachcn solren. Da nun dieses An. i-Ho. geschehen, so legten fie hernach einFort unter dem Tafelberge an, welches An. 165,. zum Stande kam. DasVorgebürge der guten Hoffnung bestehet aus einer langen Reihe Berge, vondenen einige sehr weit in die See hinein gehen. Die merkwürdigsten find:Der Tafelberg, der Lowenber.cz und Teuffelsberg.

Der Tafelberg, Frantzos.Ktom-ißne clc ls l'ablc.hat denNahmenda,her, weil er oben gleich und eben, wie eine Tafel. Unter diesem lieget derHolländer Vestuna an den, Hafen, die Tafel- genannt. Wenn fich überdiesem Berge eine kleine Wolcke, oculuz bovjz, oder das Ochsen-Auge ge«nannt, vergrößert, so keissen es die Schiffer die Tafel gedeckt,' und nehmensolches als ein ohnfehlbares Zeichen eines der Gegend bevorstehenden Stur»mes an. Die Löwen pflegen fich an diesem Berge auffzuhaltem Er ist müh»scclig zu besteigen. Die Hottentotten pflegen fich dann und wann darauf zubelustigen.

Der Lowenberg, ist viel niedriger als der Tafelberg, wird also ge»nennet, weil er der Gestalt eines auf dem Bauch liegenden Löwens ziemlich nahekommt. Er gehet weiter als der Tafelberg nach der See zu, wird aber,weil er viel niedriger, als dieser ist, langsamer gesehen. DieserBerg machet,daß der Hafen von dem Lzp an der Süder-Seiten ftep vor der See, undfichcr vor Stürmen ist. Der Kopff gehet an den Tafelberg, der Schwantin die See.

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