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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
Entstehung
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von dem alten und seylgen Ägypten. 6f

schlechte und gemeine Leute daselbst sind Diebe, Lügner, Verrather, und so geld-gcitzig , daß sie um ein geringes Geld ihren nechsten Blutsfreund ums Lebenbringen würden: Die Weiber allda sind klein von Leibes-Grösse, braun vonFarbe, und schlecht gekleidet, und bestehet ihre gantze Schönheit darum, daßsie ein frisches Gesicht haben.

Die Juden, so sich fast stets daselbst auffhalten, nehmen sich alles Ge-werbs an" gehen aber nicht aus den Städten ; dann sobald das Landvolckihrer ansichtig wird, so verfähret es sehr übel mit ihnen. Das Einkommen,welches der Groß-Türck von Egypten hat, ist der L->rzcb, oder Tribut vonden Feld»Gütern und Dörssern, welche die Pachter von dem viv-n in Be-stand genommen haben; weil das gantze Egyptenland, ausgenommen dieVermachtnüssen der Mosqueen, und deren, so für Mecha gewidmet, demGroß-Türcken, weil er es mit dem Schwerdt gewonnen, eigenthümlich zu-gehöret.

Man rechnet aus, daß das blosse Einkommen vom Salpeter dem Groß-Türcken jahrlich j S.Sectel, oder i «->00. Thaler, jeden Seckel zu soo. Tha-ler gerechnet, eintrage.

Die Türcken, so sich von der Zeit an, als der Sultan 5>stim Egyptenim Jahr -558. erobert, allda niedergelassen,beherrschen das Land, beschützendasselbe, und bedienen alleÄempter. Man ichatzet, daß6czoc>.zu Pferd,und soviel zu Fuß, insgemein zur Besatzung Lswu gehören, den Arabern das Streissenzu verwehren, und kan man aus der Besatzung dieser Stadt leichtlich abneh-men, wie viel Völcker in diesem Land hin und wieder verleget seyen.

Die Religion, so daselbst am meisten im Schwang gehet, ist die Ma-hometanifche,und hat der Groß-Türck gemeiniglich in der Stadt O-iro ei-nen Beglcrbeeg, oder Bassa, welcher über gantz Egypten zu gebiethen hat,und wird itzo von verschiedenen Nationen, als Eopten, Mohren, Arabern,Türcken, Griechen, Juden, :c. bewohnet.

Die Eopten sind im Lande gebohren, und werden vom Lopceinem Sohndes kw-aM, welcher nach feines Vaters Tod König in Egypten gewesen, alsogenennet.

Die Zahl der Eopten in Egypten, welche vorzeiten dem ämru ib" st ,ellsden Tribut bezahlet, erstreckete sich auf sechsmahl hundert tausend, itzigcr Zeitaber sind ihrer nicht über zcben, oder auffs höchste funff-ehen t^ustrd. DieUrsach aber dieses Abnahms kommt daher, weil sie zu der Römer Zeilen sehrstandhaffrig beym Christlichen Glauben gewestn sind, wodurch dann die hcyd-nische Statthalter dergestalt über sie verbittert worden, daß sie diese.be aufeinmahl zu taufenden hingerichtet haben.

Sie waren vor Alters Abgötter, und hatte jede Hmpt-Stadt ihrenbesondern Abgott, deme sie göttliche G?re erwiesen. Einige unter ihnen be-Dnner Theil. ' I theten