Von der Barbarei in Hfricn. i,
Andere meinen, sie habe den Nahmen von dem Worte , weiches
in der Afrieanisehen Sprache ein Gemürmel bedeutet, weil diese Völckeraus der Kehle reden, und ihre Worte niemahls deutlich aussprcchen.
Ihre Gräi.tzen sind gegen Mitternacht das Mittelländische Meer, gc»gen?)korgen typten, gegen Mittag Llleclulxelill , und gegen Abend dasAtlantische Meer , welches ein Stück des grossen Occidentalischen Mce»res ist.
Die vornehmsten Berge sind : der grosse und kleine ^1.^5. Der Oc»cidentalische Theil des kleinen ^rlsmiz hebet sich bey der Enge durch
einen Berg, , oder der Assenberg genannt, welches der Ort ist, allws. wie die Alten dafür gehalten haben , seiner Säulen eine hatauffrichten lassen. Derselbe erstrecket sich hernach bis an die Stadt övmi-.welche zwischen und Ni^erca gelegen ist, und insgemein krrif genennetwird. Der bey , wo die Mohren Schätze, zu suchen pflegen.
Die nahmhassteste Flüsse in der Barbarey stnd, Obur, ^tulvi«, l'en-
stst, KsAracis, Oscr, ^Amer, tTmzrabeZ.
Es begreiffct die Barbarey die Königreiche ke-, ktzrocco, ^Izier.?uni5, I'ripoli und das Land , welche sechs Länder wir nacheinanderbeschreiben wollen, wie stc Vermahlen beschaffen sind.
I.
Von dem Königreiche
Königreich pe?, l^r. liegnum petllmum , gräntzet gegen Abend^)an das Atlantische Meer, gegen Morgen an Algier, davon es derFluß ktulvjz scheidet, gegen Mittag an ktzrvcco , und gegen Mitternachtan die Meer» Enge von eibi-Ncar, welche es von Spanien scheidet. Esge»/^^»^gehöret d>em Könige von tckrocco , welcher steh nruluen lässet : Kayser vonKönig von ^lsrc>ccc>, , 3u5 und l'sstlec, Herrzuvara. (-aAN ,
Luinea, u. s. f. Die Herren General» Staaten der Vereinigten Niederlan»-teden geben diesem Porentaren in ihren Schriffcen den Titul, Käyservon^. 1684.rocco, König zu und l'sstlcc, Lcc. ^.494.
Das Land ist ehr fruchtbar, und unter denen Ländern der Barbarey am Tom. 4.besten angebauet, wird von Mauren und Arabern bewohnet, welche die Er» T>^c^laubniß haben viel Weiber zu heyrathen. Dieses Land war vorzeiten ein 7-^5,Sliick von der Alten tetzuncania TinZiuinZ. Der itzige König dieses Laiches T»-ep^heissel >-tulIa , istgebohren Hn. 164). und ^n. 167!. nachdem Ab»chsterben seines Bruders kwiey zur Regierung kommen. Sein Gemü» cc.the ist gar sehr zur Grausamkeit geneiget, wie er denn viel tausend Personen
B z mit^ssic.