Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
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In den 60ger Jahren lebte ein Eremit Namens Bruder Michelund wohnte äm Berg bei dem noch dastehenden Capejlge. Dieserkäme jährlich auf den Multergottes-Tag in der Fasten Abends gegensieben Uhren pfoeessionsweise nach dem auf der Boos stehende.Mutter-Gottes Cappelge (v. Mergen Beige) verrichteten dort ihrDanksagungs-Gebet gingen dann wieder processionsweise mit eineMenge Bürger welche sich da nocli versammelten, die Strohmgassehinauf, Jakobstrasse hinunter, mit vielen Peehfackelen versehen,singend und betend zu dem Muttergottesbild unter der Wolfsthür,wo dann von allen sich da befundenen Bürgern viele herzrührendeGebetcher verrichtet wurden, zur Danksagung dass die Stadt undBürgerschaft bis hiehin von Feuersbrunst und Erdbeben erhaltenworden, und noch durch die Fiirbitt, der allerseligsten JungfrauMaria und unseres Stadtpatron des hl. Caroli M. fürderhin mögebefreiet werden. Die so schöne und lobenswerthe Andacht istleyder in den späteren Zeiten nach Absterben des Bruder Michelund Christian Fedder unterblieben.

Vor jenem neuen Anbau stehen auf Säulen rechts eine ausMessing gegossene Wölfin mit aufgesperrtem Rachen und einem Lochin der Brust, links ein aus Messing gegossener Tannzapf. Diesebeiden Stücke hatten die Franzosen auch nach Paris geschlepptund sind wie einigen Säulen durch Bemühen des General-Gouverneursvon Sack zurückgebracht worden, hierüber einige artige Verse inaaebener Volkssprache van Hr. Ferdinand Jansen a" 1815.

Die Wölfin stand nach alter Sage ehedem auf dem Spring-brunnen, der sich auf dein benachbarten Fischmark, vorhin Eisenmarkauch Parvisch genannt befand, und aus dem Loch, das sie in derBrust hat, floss das Wasser; wurde jenes gesperrt, sprang dasWasser durch mehrere kleine Öffnungen zwischen den Blätterndes auf der Spitze des Brunnens stehenden Tannenzapis heraus.

Zu Noppius I, 7. S. 30.

In der ober der Wolfsthür befindlichen grossen Nischestand vorhin: Sanctissimuin Templum Virginis Mariae devotememento ingredi.

Bei der im Jahr 1723 stadtgehabten Grabung eines Kellersin der bei dem kleinen Kirchhof anstossenden Gartens des Früchten-Händlers Weydenhaupt, . . . . ') man auf die Ruinen des im Jahr 1730abgelegten, und am längsten bestandener Oatharinen-Kapelle, wurdenunter anderen Kleinigkeiten zwei etwan 10 Fuss lange Säulen vomgrauen Granit mit schwarzen Punkten vorgefunden. Sie scheinensorgfältig verwahrt zu sein, indem sie mit Lehm überdeckt waren.

') Unleserlich.

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