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Selber schickte dieses nach dem Gouvernement in Paris und allesist pünktlich ad litteram zurückgekommen, liei Zurückerhält dieseswurden durch den Herrn General-Gouverneur alle geistliche undweltliche Authoritäten zum Ratbhause eingeladen, wo denn allediese merkwürdigen Urkunden auf einen Tisch hingelegt, und dieganze Magistrat zu Seite des Herrn General-Gouverneur stand, undder General-Gouverneur eine passende Rede an den Magistrat undRath hielt, und seihe unter feierlich gemachte Musik der Stadt-musikanten der Oberbürgermeister und Magistrat zurückgegebenwurden, um selbe wieder zur Aufbewahrung in die grosseStadtarchive zu verlegen. Welches der Herr verlebte Archivar nichtbeobachten konnte indem er keine Schlüssel kannte vielweniger zueröffnen wusste, sondern er bewahrte selbe im Futteral auf derBibliothek, wo dieselben noch bis auf heutigen Tag liegen.
De Bey,Stadt-Rentmeister 1814.
Zu Noppius I. 12, S. 58.
Anno 1804 am 30. October wurde Herr von Lommessen unterAbfeuerung der Böller und Läutung aller Glocken als Muire mitgehöriger Feyerlichkeit eingeführt. Abends wurde das Rathlausund die mehresten ansehnlichen Häuser illuminirt. FolgendeDanksagung machte er durch die Stadt Zeitung bekannt:
Ich statte hiermit allen meinen wert-heil Mitbürgern undFreunden für ihre gütige Aufnahme und mir erzeigten, Fliren-bezeugungen den schuldigsten verbindlichsten Dank ab, und wünschenichts so herzlich als der ganzen liochlöblichen Gemeinde sowohl,als wie einem jeden insbesondere mich soviel wie möglich dienst-fertig erzeigen zu können.
Mich empfehlend zum .beständigen Wohlwollenvon Lommessen Maire1804 am 2. Deceinber wurde das Krönungsfest des Kaisers-Napoleon glänzend gefeiert durch 3 maliges Leuten aller Glockenund Abfeurung der Böller. Um 3 Uhr waren alle konstituirteGewalten in der Domkirche versammelt wo eine passende Rededurch den Herrn Canonikus Gozarges gehalten und ein musikalischesT'e Deuin abgesungen. Darauf ein junges Brautpaar FidelisZimmermann und Jungfer Spiegelmacher durch den hochw. HerrnBischof Marcus Antonius verheirathet, welche die Franzosen dermalenRosaires nannten. Sie bekamen von dem Kaiser Napoleon zurHeirathsgabe 100 Kroiithaler. Abends wurde auf dem neuenRedoutensaal freier Ball gegeben und die ganze Stadt und dasRathlaus und die Domkirche wurden äusserst glänzend beleuchtet.